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SÃO PAULO (awp international) - Die Nachfolge für den scheidenden Vorstandschef des weltgrössten Eisenerz-Produzenten Vale, Roger Agnelli, ist so gut wie geregelt. Die Hauptgesellschafter sprachen sich für Murilo Ferreira aus, der dem Vernehmen nach auch die Unterstützung von Staatspräsidentin Dilma Rousseff hat. Der 58-Jährige soll Agnelli, der nach fast zehn Jahre an der Konzernspitze aus dem Amt gedrängt wurde, am 22. Mai ablösen. Zuvor müsse der Aufsichtsrat der Personalie noch zustimmen, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens am späten Montagabend hiess.
Ferreira war bis 2008 Topmanager bei Vale und führte unter anderem das Tochterunternehmen Inco in Kanada. Er verfügt über 30 Jahren Minenindustrie-Erfahrung. Der seit 2001 amtierende Agnelli stand schon länger in der Schusslinie und war vor allem bei Brasiliens Regierung in Ungnade gefallen. Obwohl Vale 1997 privatisiert wurde, übt die Regierung durch Anteile der BNDES-Entwicklungsbank und staatlicher Pensionsfonds Einfluss aus.
Brasília drängt das Unternehmen unter anderem zu stärken Investitionen in der Heimat und kritisierte massiv die von der Vale-Führung angeordneten Entlassungen während der Finanz- und Wirtschaftskrise. Im vergangenen Jahr verdreifachte Vale seinen Nettogewinn auf 17,3 Milliarden US-Dollar (12,5 Mrd Euro). Am ThyssenKrupp-Stahlwerk CSA bei Rio ist Vale mit 26,87 Prozent beteiligt./hr/DP/ksb

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