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Winterthur (awp) - Der Technologiekonzern 3M erklärt das öffentliche Kaufangebot für die Aktien der Winterthur Technologie AG (WTG) als zustande gekommen. Dies obwohl das US-Unternehmen derzeit nur gut ein Drittel am Schweizer Schleifmittel-Hersteller hält.
Gemäss definitivem Zwischenergebnis belief sich die Gesamtbeteiligung von 3M an WTG per Ende der Übernahmefrist (10.2. nach Börsenschluss) auf insgesamt 2'169'417 Aktien, was 36,97% aller ausgegebener WTG-Aktien entspricht, wie WTG am Freitag mitteilte.
3M habe erklärt, auf die Bedingung des Kaufangebots - die Mindestannahmeschwelle von zwei Drittel der Aktien - zu verzichten, heisst es in der Mitteilung von WTG weiter. Die Nachfirst, während der das Angebot noch angenommen werden kann, läuft vom 14. bis zum 25. Februar 2011 (16 Uhr).
Noch vor drei Tagen hatte 3M nach Ablauf des Kaufangebot am 7. Februar (als provisorisches Zwischenergebnis) einen Anteil an WTG von lediglich 27,01% gemeldet. Laut dem (heutigen) Inserat zum definitiven Zwischenergebnis der Offerte (u.a. NZZ, Agéfi vom 11.2.) hat 3M am 9. und 10. Februar ausserhalb des Kaufangebots weitere 408'431 Aktien oder 6,96% an WTG zu einem Preis von höchstens 62 CHF (offizieller Angebotspreis) erworben. Ausserdem habe sich die Fondsgesellschaft Centaurus verpflichtet, am ersten Tag der Nachfrist 176'034 Aktien (3,00%) anzudienen. Der heute gemeldete Anteil von 36,97% enthält also auch bereits diese Aktien.
3M hatte Anfang Dezember 2010 im Rahmen einer Übernahmeofferte 62,00 CHF je WTG-Aktie geboten. Die Transaktion wurde durch den WTG-Verwaltungsrat unterstützt, VR-Präsident Edgar Rappold hatte seinen Anteil von 14,4% sofort angedient.
Einige Marktteilnehmer spekulierten dann aber schon bald auf ein höheres Angebot. So notierten denn auch die WTG-Aktien meist über der Marke der gebotenen 62,00 CHF. Am (gestrigen) Donnerstag zum Handelsschluss waren es 62,20 CHF, im Höchst seit dem Angebot waren es am 22. Dezember letzten Jahres 64,10 CHF.
Geschürt wurden die Erwartungen über eine Nachbesserung des Angebotes etwa vom Broker Helvea, der das Kursziel für die WTG-Aktie am 26. Januar auf 70 von 60 CHF erhöht hatte. Für die Kurszielerhöhung führte der zuständige Analyst u.a. das (provisorische) Jahres-Ergebnis 2010 von WTG als Grund an. Ende Januar hatte die Gruppe für 2010 eine Umsatzsteigerung um knapp 39%, einen Anstieg des Auftragseinganges um 81% und des Auftragsbestandes um 74% sowie eine erwartet EBITDA-Marge von 17-18% gemeldet.
Durch die vorgelegten Zahlen sah sich der Analyst bestätigt, dass die Offerte von 3M nicht attraktiv sei. Er glaube nicht, dass institutionelle Investoren zu diesem Preis ihre Titel andienen würden, liess er verlauten.
uh/cc

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