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(Meldung umgeschrieben und ergänzt, um Hintergrund, Analystenstimme und Aktienkurs)
Zürich (awp) - Der Technologiekonzern 3M stösst bei der Übernahme der Winterthur Technologie AG (WTG) auf Schwierigkeiten. Nach Ablauf des öffentlichen Kaufangebotes am 7. Februar für die WTG-Aktien kommt das US-Unternehmen nur auf 1'584'952 Aktien, entsprechend 27,01% der kotierten Titel. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) schreibt in einem Kommentar denn auch von einem "Rückschlag für 3M".
Innerhalb der Angebotsfrist seien 3M 1'160'130 WTG-Aktien angedient worden, was 19,77% aller per 17.12.2010 kotierten Titel bzw. 20,30% der Aktien entspreche, auf die sich das Kaufangebot bezogen habe, teilte 3M am Dienstag mit.
Das vorliegende Zwischenergebnis sei provisorisch, heisst es weiter. Über das Zustandekommen des Kaufangebotes werde im Rahmen der Publikation des definitiven Zwischenergebnisses informiert, die am 11. Februar erfolgen soll. Sofern das Kaufangebot zustande komme, beginnt die Nachfrist von zehn Börsentagen (voraussichtlich) am 14. Februar 2011.
3M hatte Anfang Dezember 2010 im Rahmen einer Übernahmeofferte 62 CHF je WTG-Aktie geboten. Die Transaktion hat auf dieser Basis einen Gesamtwert von 448 Mio CHF und wird durch den WTG-Verwaltungsrat unterstützt.
Einige Marktteilnehmer spekulieren schon seit längerer Zeit auf ein höheres Angebot. So notieren denn auch die WTG-Aktien heute Mittwoch auf 62,20 CHF (-0,1%) und damit knapp über dem Angebotspreis.
Geteilt werden die Erwartungen über eine Nachbesserung des Angebotes beispielsweise von Helvea. Der zuständige Analyst hatte Kursziel für WTG Ende Januar und damit nach Ankündigung des Kaufangebotes auf 70 von 60 CHF erhöht und die Aktie weiterhin mit "Buy" bewertet.
Für die Kurszielerhöhung führte Amstalden das provisorische Ergebnis von WTG als Grund an. Ende Januar hatte die Technologie-Gruppe für 2010 eine Umsatzsteigerung um knapp 39%, einen Anstieg des Auftragseinganges um 81% und des Auftragsbestandes um 74% gemeldet.
Durch die vorgelegten Zahlen sah sich der Analyst auch bestätigt, dass die Offerte von 3M von 62 CHF für die Aktien der WTG nicht attraktiv ist. Er glaube nicht, dass institutionelle Investoren zu diesem Preis ihre Titel andienen werden. WTG dürfte deshalb unabhängig bleiben.
Die ZKB bezeichnet das Ergebnis des Kaufangebotes am Berichtstag als "Rückschlag für 3M": "Anbetracht, dass der Hauptaktionär und VRP, Dr. Rappold seinen Anteil von 14,4% bereits angedient hatte, ist dies ein überraschend tiefer Wert."
Neben einem Übernahmeangebot eines Dritten sieht die ZKB nun drei Möglichkeiten. Erstens könne 3M das Angebot als nicht zustande gekommen erklären und sich zurückziehen. Zweitens könnten die Angebotsbedingungen verändert werden. Drittens könnte das Angebot unverändert mit Nachfrist verlängert werden, so der Kommentar von der ZKB.
rt/uh

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