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(Durchgehend ergänzt um weitere Details sowie um Aussagen des CFO)
Winterthur (awp) - Die Winterthur Technologie AG (WTG) ist im ersten Semester 2010 sowohl auf operativer Stufe wie auch mit dem Reinergebnis deutlich in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der zu einem früheren Zeitpunkt bekanntgegebene Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um knapp einen Drittel gestiegen, während der Auftragseingang noch kräftiger anzog. Stark ist der Bestellungseingang zudem auch zu Beginn des dritten Quartals geblieben, was die Gruppe mit Zuversicht auf das Gesamtjahr blicken lässt. Eine markante Dividendenerhöhung wurde heute bereits angekündigt.
Der Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA vervierfachte sich auf 14,4 Mio EUR und auf Stufe EBIT wurde mit +9,1 Mio EUR wieder klar die Gewinnzone erreicht (VJ -1,8 Mio). Die EBITDA-Marge erhöhte sich auf 17,0% von 5,6% im Vorjahreszeitraum. Im EBIT ist eine vorsorgliche, nicht cash-wirksame Amortisation immaterieller Anlagegüter, vor allem aus der Akquisition der Wendt-Gruppe, von unverändert 2,3 Mio EUR enthalten.
Der Reingewinn belief sich auf 5,9 Mio EUR, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 3,0 Mio EUR resultiert hatte, wie der Anbieter von Präzisionsschleifscheiben am Freitag mitteilte.
Mit diesen Zahlen wurden die Erwartungen der Analysten praktisch punktgenau getroffen. Der AWP-Konsens für den EBITDA lag bei 14,3 Mio, für den EBIT bei 9,0 Mio und für den Reingewinn bei 5,9 Mio EUR.
Der Umsatz war bereits Mitte Juli publiziert worden. Er stieg um 30% auf 84 Mio EUR, während der Auftragseingang um 73% zulegte. Dabei zogen die Aufträge bei Verbrauchsartikeln um 62 bis 79% an, während die Werkzeugschleifmaschinen gar um 105% mehr Bestellungen erhielten.
Hier gelte es allerdings das sehr tiefe Vorjahresniveau zu berücksichtigen, erklärte Finanzchef Markus Brütsch auf Anfrage von AWP. Der Auftragseingang im Werkzeugschleifmaschinenbereich sei trotz des Plus von über 100% im ersten Semester durch Investitionsverzögerungen in der Industrie begrenzt gewesen. Ausserdem würden diese Bestellungen erst im Jahr 2011 umsatzwirksam.
Die beiden ersten Quartal 2010 hätten ganz im Zeichen der graduellen Erholung der Weltwirtschaft gestanden, heisst es weiter in der Mitteilung. Besonders wichtig erscheine jedoch die Feststellung, dass auch zu Beginn des dritten Quartales der Auftragseingang unvermindert stark sei.
Zu Beginn des ersten Semesters hätten die Aufträge aus der Stahlindustrie dominiert, später habe sich der Trend auch in der Automobil- und schliesslich auch in der Schneidwerkzeugindustrie fortgesetzt.
Der "eindrückliche Erfolg" des ersten Halbjahres sei nicht auf den Wiederaufbau der Lager zurückzuführen. Die starke Entwicklung sei vielmehr dem tatsächlichen Bedarf der Industrie gefolgt. Dank dem Zuspruch für Innovationen im Hochpräzisionsbereich habe WTG weltweit Marktanteile gewonnen.
Mit Blick auf die Zukunft gibt sich WTG zuversichtlich. Der unvermindert starke Auftragseingang im dritten Quartal 2010 sowie der gute Auftragsbestand liessen für 2010 einen "sehr guten Geschäftserfolg" erwarten. Der starke Cashflow werde es gestatten, die Entschuldung fortzusetzen und die Eigenkapitalquote weiter zu stärken.
Im vergangenen März hatte WTG für das Gesamtjahr 2010 eine Steigerung des Konzernumsatzes im Bereich von 12 bis 13% prognostiziert, nun sind es nach sechs Monaten +30%. Dabei ging das Unternehmen für den grösseren Werkzeugbereich von einem Umsatzplus von rund 15% aus, für das Maschinengeschäft dagegen von einer flachen Entwicklung mit prognostizierten Verkäufen in der Grössenordnung von 25 Mio EUR.
"Diese Schätzungen sind sehr konservativ", sagte Brütsch. Eine angepasste konkrete Prognose für das Gesamtjahr dürfe er aber nicht machen.
Nach dem Verlust im Vorjahr und dem nun deutlichen Reingewinn kündet WTG für das Geschäftsjahr 2010 eine "signifikante Dividendenerhöhung" an.
cf/gab

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