Navigation

Ypsomed mit Halbjahresgewinn unter den Erwartungen - Ausblick gesenkt (AF)

Dieser Inhalt wurde am 03. November 2009 - 09:10 publiziert

Burgdorf (awp) - Für Ypsomed ist das Geschäftsjahres 2009/10 wie angekündigt ein Übergangsjahr, mit dem Ziel, die Umsatzbasis zu verbreitern und die Profitabilität zu erhöhen. Im ersten Halbjahr erlitt die Medizinaltechnikerin nun aber einen deutlichen Gewinneinbruch, da die Produktionsvolumen vom Hauptkunden Sanofi-Aventis stärker als erwartet zurückgingen. Entsprechend gibt sich das Management bezüglich Ausblick vorsichtiger als zuvor und senkt die bisherigen Prognosen.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/10 sank der Nettoerlös um 9,1% auf 126,8 Mio CHF. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT brach um 58,5% ein auf 6,8 Mio CHF, entsprechend einer operativen Marge von 5,4 (11,8)%. Unter dem Strich resultierte ein um 51,5% tieferer Reingewinn von 6,6 Mio CHF, wie Ypsomed am Dienstag mitteilte.
Mit den ausgewiesenen Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Auguren verfehlt. Von AWP befragte Analysten haben im Vorfeld einen Umsatz von 138,1 Mio CHF, einen Betriebsgewinn von 11,3 Mio und einen Reingewinn von 9,4 Mio erwartet.
Im Diabetes Direktgeschäft sei der Umsatz zwar um 5,4% auf 34,2 Mio CHF gestiegen, habe aber die deutlich tieferen Produktionsvolumen von Pens für Sanofi-Aventis nicht kompensieren können, so das Unternehmen. Zudem habe der schwache Euro- und USD-Kurs den Umsatz mit 2,9 Mio CHF belastet.
Dank der erfolgreich abgeschlossenen Kapitalerhöhung über 96,3 Mio CHF sei Ypsomed "sehr solide finanziert" und weise eine hohe Eigenkapitalquote von 82,2% aus, heisst es weiter. Auf der 10%-Beteiligung an Bionime habe im ersten Halbjahr eine Wertsteigerung von 1,3 Mio CHF durch das Listing von Bionime an der Vorbörse in Taiwan resultiert. Gleichzeitig hätten intensive Verhandlungen über eine Erhöhung der Beteiligung statt gefunden, vorerst aber noch zu keinem akzeptablen Ergebnis geführt.
Der Aufbau der Produktion für Komponenten des SoloStar-Insulinpens von Sanofi-Aventis sei bisher planmässig verlaufen, so dass im November 2009 die ersten Chargen produziert und ausgeliefert werden können, heisst es. Während die Produktionsvolumen im Bereich SoloStar über die nächsten Monate rasch ansteigen sollten, seien die Produktionsmengen für OptiSet, OptiClik und OptiPen Pro weiter rückläufig. Daher sei zu erwarten, dass die Produktionsvolumen für die Insulinpens für Sanofi-Aventis kurzfristig wegen Lagereffekten und mittel- bis langfristig auf Grund der geringeren Nachfrage von Sanofi-Aventis für diese Pens deutlich sinken werden.
Da Ypsomed in den nächsten 12 bis 18 Monaten diesen Rückgang nur teilweise kompensieren könne, passe das Unternehmen seine organisatorischen und personellen Strukturen sowie die Produktion an. Zu diesem Zweck würden bestimmte Abteilungen zusammen gelegt sowie die Führungsstrukturen vereinfacht und die Geschäftsleitung verkleinert, heisst es. Simon Michel übernehme dabei zusätzlich zum Marketing die Verantwortung für den Vertrieb von Jörg-Markus Paul. Die Aufgaben von Markus Geist, bisher Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für Technology, würden künftig in den Führungsbereich von Chief Operations Officer Maurice Meytre integriert.
Für das Geschäftsjahr 2009/10 senkt das Management den bisherigen Ausblick. "Auf Grund der aktuell tiefer als geplanten Produktionsvolumen für Sanofi-Aventis und dem erst langsam ansteigenden Teststreifenumsatz für Pura sind wir vorsichtig und rechnen für das laufende Geschäftsjahr 2009/10 mit einem Umsatzrückgang von rund 6% gegenüber dem Vorjahr und einer leicht besseren EBIT-Marge gegenüber dem ersten Halbjahr", wird CEO Richard Fritschi in der Meldung zitiert. Bisher hat das Unternehmen ein Umsatzwachstum im einstelligen Bereich, verbunden mit einer leicht tiefere EBIT-Marge in Aussicht gestellt.
Für das Geschäftsjahr 2010/11 werde das Unternehmen seine Prognosen erst im Frühling 2010 bestätigen können, heisst es. Bisher erwartete Ypsomed hier ein "signifikantes Umsatzwachstum von über 20%" und eine deutlich verbesserte Profitabilität.
ch/cc/ra

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?