Navigation

ZF Lenksysteme vor Rückkehr in Gewinnzone

Dieser Inhalt wurde am 05. Mai 2010 - 13:35 publiziert

STUTTGART (awp international) - Mit neuer spritsparender Auto-Elektronik will der Zulieferer ZF Lenksysteme 2010 wieder in die Gewinnzone zurückkehren. 2009 war der Umsatz im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro eingebrochen. Das operative Ergebnis von minus 98 Millionen Euro war das schlechteste in der zehnjährigen Geschichte der Firma mit Sitz in Schwäbisch Gmünd. 2008 lag der Wert noch bei plus 40 Millionen Euro. Grund für den Rückgang sei die Wirtschaftskrise gewesen, erklärte Firmenchef Michael Hankel am Mittwoch in Stuttgart. 2010 habe aber positiv begonnen. "Der Umsatz im ersten Quartal hat wieder das Niveau vor der Krise erreicht." Im Gesamtjahr 2010 sollen wieder schwarze Zahlen geschrieben werden.
Von Januar bis März 2010 seien Erlöse von 703 Millionen Euro erzielt worden, ein Jahr zuvor waren es nur 444 Millionen Euro. Der Aufwärtstrend liege vor allem am Auslandsgeschäft, sagte Hankel. Die drei Werke in China und in Nordamerika liefen sehr gut. Ein Verkaufsschlager seien besonders neu entwickelte Elektrolenkungen, von denen erstmals mehr verkauft worden seien als herkömmliche Hydrauliklenkungen. Nach Firmenangaben wird mit der Technik bis zu 0,7 Liter Sprit pro 100 Kilometer gespart, ausserdem wird der CO2-Ausstoss von Autos reduziert.
Im Krisenjahr 2009 wurde die Mitarbeiterzahl nach den Worten von Hankel um 5,5 Prozent auf 10.031 gesenkt, im Inland sank der Wert von 6115 auf 5855. "Wir konnten auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten", sagte Hankel. Allerdings seien Verträge mit Leiharbeitern nicht verlängert, Mitarbeiter in Altersteilzeit geschickt oder Verträge nach Abfindungen aufgelöst worden. Im Ausland sei ein Werk in Kanada dichtgemacht und die Schliessung eines weiteren Standorts in England beschlossen worden. Entlassungen im Inland sind nach Hankels Worten für 2010 nicht vorgesehen.
Ganz über den Berg sei die 50-prozentige Tochter des Stuttgarter Elektrokonzerns Bosch aber noch nicht, betonte Hankel. Die Preise für Stahl, Aluminium und Kupfer stiegen an, ausserdem zeigten sich die Finanzmärkte weiter fragil. Der immer wichtigere Auslandssektor, besonders in Asien, mache die Firma aber unabhängiger von wirtschaftlichen Turbulenzen in Deutschland oder der Europäischen Union./wdw/DP/edh

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?