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Zürich (awp) - Die Zurich Financial Services (ZFS) macht im Wachstumsmarkt Lateinamerika einen bedeutenden Schritt vorwärts: Sie schliesst mit der spanischen Banco Santander einen Vertriebsvertrag über 25 Jahre ab und übernimmt 51% am Versicherungsgeschäfts der Bank in den Ländern Brasilien, Mexiko, Chile, Argentinien und Uruguay.
Die Zurich bezahlt mit 1,67 Mrd USD rund 80% des gesamten Transaktionspreises vorab. Die restlichen 20% entfallen über einen Zeitraum von 25 Jahren beim Erreichen gewisser Gewinnziele auf erfolgsabhängige Zahlungen, sogenannte "Earn-out"-Zahlungen. Auf der Gegenseite gebe es gewisse Schutzmechanismen bei Nichterreichen der Zielsetzungen, teilte der Versicherer am Dienstag mit.
Mindestens zwei Drittel des Kaufpreises will die ZFS in bar bezahlen. Der Rest soll mit der Aufnahme von Hybrid-Kapital finanziert werden, sagte CFO Dieter Wemmer an einer Telefonkonferenz. Die gesamte Transaktion soll bis zum ersten Quartal 2012 abgeschlossen werden.
Für die sich in gemeinsamen Besitz befindlichen Unternehmen soll die Zurich Santander Insurance America mit Sitz in Madrid gegründet werden. Dabei werde die ZFS die Managementkontrolle über das Gemeinschaftsunternehmen haben und dieses soll voll konsolidiert werden. Santander halte 49%.
Die Transaktion habe unmittelbar positive Auswirkungen auf den Gewinn je Aktie und den Cash-Flow, so die Zurich weiter. Und auf proforma-Basis werde die Transaktion "nur minimale Auswirkungen" auf die Solvabilität des Versicherers haben.
ATTRAKTIVE WACHSTUMSAUSSICHTEN
CEO Martin Senn zeigte sich über das Zustandekommen des Deals mit der Banco Santander erfreut. Dank der Zusammenarbeit mit einem der wichtigsten Finanzhäusern in dieser Region würden sich für die Zurich in Lateinamerika attraktive Wachstumsmöglichkeiten eröffnen, sagte Senn. Die Allianz ermögliche der Zurich über das Santander-Netzwerk von 5'600 Bankniederlassungen den Zugang zu 36 Millionen zusätzlichen Kunden.
Santander ist in Lateinamerika im Lebens-, Renten- und Schadenversicherungsgeschäft tätig und steigerte im Jahr 2010 in dieser Region das Prämienvolumen um 32% auf 1,9 Mrd USD. 68% davon entfallen auf Vorsorgeschutzprodukte, 2% auf Anlageprodukte und 30% auf Schadenversicherungsprodukte. Der Reingewinn lag bei 328 Mio USD und die Eigenkapitalrendite (ROE) bei 17%.
Mit der Transaktion werde die ZFS von der Nummer Acht zum viertgrössten Versicherer der Region aufsteigen, sagte Senn weiter. Das gemeinsame Versicherungsgeschäft in Lateinamerika der beiden Unternehmen hätte 2010 ein Bruttoprämienvolumen von 3,9 Mrd USD sowie ein Mittelzufluss bei den Rentenbeiträgen von 2,1 Mrd USD generiert.
BUSINESS-MIX VERBREITERT
Dabei werde die Transaktion den Geschäfts-Mix der Zurich-Gruppe verbreitern. Der Lateinamerika-Anteil am gesamten Geschäft der ZFS weite sich von derzeit 3,5% auf etwa 8% aus. Gleichzeitig erhöhe sich im Lebengeschäft der Anteil der Schwellenländer am Wert des Neugeschäfts auf rund 35%. Damit sei die bisherige Zielgrösse von 30% überschritten worden, so Senn.
Weiter werde die Allianz mit Santander helfen, mittelfristig eine operative Eigenkapitalrendite nach Steuern von 16% zu erwirtschaften sowie den Cashflow zu erhöhen. "Damit unterstreichen wir unsere Absicht, eine attraktive und nachhaltige Dividende auszuzahlen", so der CEO weiter.
In Zukunft schliesst Senn ähnliche Transaktion allerdings in anderen Teilen der Welt nicht aus. ZFS wolle aber auch organisch weiter wachsen. In den Schwellenmärkten soll, wie in der jüngsten Vergangenheit, das Geschäft schwergewichtig im Mittleren Osten, der Türkei und China wachsen. Darüber hinaus sieht Martin Senn aber auch in Europa und in den USA, dort im Personen-Versicherungsgeschäft, Wachstumsmöglichkeiten.
An der Börse schlug die ZFS-Meldung im Tagesverlauf keine grossen Wellen, die Titel verloren zumeist im Rahmen des Gesamtmarktes an Wert. Gegen 17 Uhr sinken die Papiere um 0,6% auf 268,50 CHF, während der SMI ebenfalls um 0,6% nachgibt. Im Handel und von Analysten wurde der Zukauf in Lateinamerika begrüsst.
mk/cc

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