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Zürich (awp) - Die Zurich Financial Services (ZFS) hat für das erste Halbjahr 2010 einen gemischten Zahlenausweis vorgelegt. Einem rückläufigen Nichtleben-Geschäft (General Insurance), standen ein wachsender Lebenbereich (Global Life) und höhere Erträge bei Farmers Management Services gegenüber.
Insgesamt wuchs das Geschäftsvolumen der Gruppe gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode leicht um 3% auf 34,9 Mrd USD. Hingegen sanken der Betriebsgewinn (Business Operating Profit; BOP) um 10% auf 2,3 Mrd USD und der Reingewinn um 16% auf 1,6 Mrd USD, teilt der Versicherer am Donnerstag mit. Damit hat die ZFS die Erwartungen des Marktes nicht erfüllt; die Anleger reagieren entsprechend mit Verkäufen.
Das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital sank um 3% auf 28,5 Mrd USD; die Eigenkapitalrendite betrug annualisiert 11,5 (2009: 12,6)% respektive 12,4 (2009: 17,2)% auf Basis des BOP. Die Solvabilität (Solvency I) wurde per Ende Juni auf 232% verbessert, nachdem sie Ende des ersten Quartals noch 212% und Ende 2009 195% betragen hatte.
Die Kapitalanlagen der Gruppe nahmen um 3% auf 190,6 Mrd USD zu. Das Gesamtergebnis aus den Kapitalanlagen stieg um 75% auf 4,0 Mrd USD, entsprechend einer annualisierten Anlagerendite von 2,1 (VJ 1,2)%.
Auf einen Ausblick für das Ganzjahr verzichtete das Management wie üblich. Bestätigt wurden lediglich früher gemachte Aussagen. So sollen mit der schon seit geraumer Zeit laufenden Ergebnisverbesserungs-Initiative "The Zurich Way" im laufenden Jahr und 2011 Beiträge von jeweils 900 Mio USD erzielt werden. Weiter hält CFO Dieter Wemmer am mittelfristigen Ziel einer BOP-Rendite von 16% fest. Die Schadenschätzungen für das Erdbeben in Chile von 200 Mio USD und die direkte Belastung aus der Katastrophe der Bohrinsel "Deepwater Horizon" von 20 Mio USD bestätigte der CFO ebenso. Wachsen will die Gruppe vor allem organisch, hält aber auch Übernahmen für denkbar.
NATURKATASTROPHEN BELASTEN
Das Marktumfeld im Nichtlebengeschäft der Zurich bleibt herausfordernd. In der Berichtsperiode hätten wetterbedingte Belastungen in Europa und Nordamerika, die Überflutung in Tennessee, das Erdbeben in Chile und tiefere Anlageerträge auf den BOP gedrückt, so CFO Wemmer.
Druck auf die Prämienentwicklung gebe es weiterhin in den USA. Auch in Europa sei die Profitabilität in einigen Sparten ungenügend und es werde versucht, höhere Prämien durchzusetzen. "Dies ist vor allem im Motorfahrzeug-Geschäft in Grossbritannien und in Italien der Fall", so der CFO.
Während die Bruttoprämien und Policengebühren um 2% auf 17,9 Mrd USD sanken, ging der BOP um überdurchschnittliche 20% auf 1,4 Mrd USD zurück. Die Combined Ratio stieg auf 98,0 (96,2)%. Dies obwohl Schadenrückstellungen in der Höhe von 0,5 Mrd USD aufgelöst wurden.
GLOBAL-LIFE-GESCHÄFT LEGT STARK ZU - FARMERS WÄCHST
Die beiden anderen Bereiche - Global Life und Farmers - verzeichneten hingegen Zuwachsraten. Global Life steigerte die Bruttoprämien, Policengebühren und Beiträge mit Anlagecharakter um 13% auf 13,1 Mrd USD. Der BOP stieg um 12% auf 720 Mio USD.
Erfreulich hat sich das Neugeschäft entwickelt, was die starke Marktposition des Versicherers aufzeige. Der Wert des Neugeschäfts nach Steuern stieg um 18% auf 392 Mio USD und die entsprechende Gewinnmarge konnte um 180 Basispunkte auf 22,8% erhöht werden. Das Wachstum sei auf höhere Umsätze in und aus Irland heraus, auf höhere Umsätze mit Rentenprodukten für Firmenkunden in Grossbritannien und Lateinamerika sowie besseren Margen in Deutschland zurückzuführen.
Mit Farmers wurden Erträge von 1,4 Mrd USD erwirtschaftet, 12% mehr als im Vorjah. Die Zunahme wird auf das Prämienwachstum bei Farmers Exchanges zurückgeführt. Der Einbezug von 21st Century und die Integration in Farmers verlaufe schneller als geplant, so der CFO.
An der Börse reagieren die Anleger mit Abgaben auf die unter den Erwartungen liegenden Resultate. Bis um 13.10 Uhr sinkt die ZFS-Aktie bei ziemlich hohen Handelsvolumen um 3,4% auf 241,10 CHF. Der SMI steigt hingegen um 0,34%.
rt/mk

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