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DE/Regierung will Verbot riskanter Aktiengeschäfte ausweiten

Dieser Inhalt wurde am 25. Mai 2010 - 15:46 publiziert

BERLIN (awp international) - Die Deutsche Bundesregierung will das Verbot riskanter Wetten von Investoren auf fallende Kurse ausweiten. Am 18. Mai hatte die Finanzaufsicht BaFin bereits hochspekulative Wetten auf Aktien von zehn deutschen Finanzkonzernen sowie auf Euro-Staatsanleihen untersagt. Nun sollen alle "ungedeckten Leerverkäufe" von Aktien auf den Index kommen. Das geht aus einem am Dienstag bekanntgewordenen Gesetzentwurf von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hervor.
Auch soll ein neues Abwicklungssystem eingeführt werden, um solche Geschäfte transparenter zu machen. Der deutsche Alleingang Mitte Mai hatte weltweit die Märkte verunsichert.
Bei "Leerverkäufen" verkaufen Anleger, die auf fallende Kurse setzen, Aktien mit der Absicht, sie später zu einem niedrigeren Kurs zurückzukaufen und so Gewinne einzustreichen. Bei "gedeckten Leerverkäufen" leihen sich Investoren die zu verkaufenden Aktien. Bei "ungedeckten Leerverkäufen" verkaufen sie Aktien, ohne sie überhaupt ausgeliehen zu haben. Solche Geschäfte hatten auf dem Höhepunkt der Finanzkrise die Turbulenzen an den Märkten verschärft.
tb/DP/jha

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