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Lagarde lässt Juncker-Wahl zu Euro-Gruppen-Chef offen

Dieser Inhalt wurde am 30. November 2009 - 13:10 publiziert

BERLIN (awp international) - Der künftige EU-Spitzenjob für den luxemburgischen Regierungschef Jean-Claude Juncker ist noch nicht beschlossene Sache: Die französische Finanzministerin Christine Lagarde liess am Montag in Berlin offen, ob Juncker bereits an diesem Dienstag zum einflussreichen Chef der Euro-Finanzminister gewählt wird.
Nach einem Treffen mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Montag in Berlin sagte sie, es müssten nicht gleich am ersten Tag, an dem der Lissabon-Vertrag in Kraft tritt, alle neuen Organe bestimmt werden. "Es scheint uns angebracht zu sein, erst einmal zu überlegen, welchen Zeitraum, was für ein Programm und welches Ziel der Vorsitz der Euro-Gruppe in den nächsten Monaten haben wird", sagte Lagarde. "Wir werden morgen (Dienstag) über dieses Thema sprechen, aber es wird nicht unbedingt zu einem Abschluss kommen." Zunächst gehe es über die Zukunft der Euro-Gruppe.
Die Ressortchefs der 16 Länder mit Euro-Währung wollten Juncker nach Medienberichten an diesem Dienstag - auf Basis des neuen Lissabon-Vertrags - zu ihrem Vorsitzenden wählen. Der neue Vertrag tritt am selben Tag in Kraft und macht aus der bislang informell tagenden Formation eine förmliche Ministergruppe. Zudem läuft das bisher zweijährige Mandat des Vorsitzenden künftig über zweieinhalb Jahre. Der Euro-Chef kann die Währungsunion in Zukunft bei internationalen Foren vertreten, wenn die Euroländer dem zustimmen.
Zuvor hatte die "Financial Times Deutschland" (Montag) berichtet, auch Lagarde und Italiens Finanzminister Giulio Tremonti hätten Interesse an dem Amt. Doch nachdem Juncker beim EU-Ratspräsidenten nicht zum Zuge gekommen sei, hätten sich die Euro-Minister darauf verständigt, Europas dienstältesten Regierungschef als Euro-Chef zu stärken./sl/DP/jha/

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