Berner Stadtoriginal Marc «Cuco» Dietrich gönnt den Baslern den ESC

Marc "Cuco" Dietrich hätte den Eurovision Song Contest gerne in seiner Stadt gesehen. "Aber ich mag es auch den Baslern gönnen. Die werden das gut machen", sagte der ehemalige Berner Musiker im Interview mit der "Schweiz am Wochenende".
(Keystone-SDA) Der Sieg der Schweiz dank Nemos Performance und dem Song „The Code“ habe ihn überrascht. „Als ich das hörte, dachte ich, ich spinne!“, sagte Dietrich und betonte, Nemo habe den Sieg völlig zu Recht errungen.
Mit der Band Peter, Sue & Marc nahm der heute 76-Jährige viermal am Eurovision Song Contest teil – so oft wie sonst niemand. Im Vergleich zu früher sei der Gesangswettbewerb heute eine grosse Show. „Klar musste man auf der Bühne auch einigermassen eine Falle machen. Aber was heute abgeht, das ist irrsinnig“, sagte Dietrich.
Das sei angesichts neuer technischer Möglichkeiten und der gesellschaftlichen Entwicklung aber nur logisch. Im Hinblick auf die Austragung des Spektakels in Basel sagte er: „Wenn die Schweiz schon mal den ESC ausrichten kann, dann soll sie auch etwas Rechtes daraus machen».
Im Jahr 1968 gründeten Marc Dietrich, Sue Schell und Peter Reber gemeinsam Peter, Sue & Marc, eine der erfolgreichsten Schweizer Bands des 20. Jahrhunderts. 1971 vertrat das Trio die Schweiz erstmals am Concours Eurovision de la Chanson, dem heutigen Eurovision Song Contest (ESC). 1976 erreichte die Band mit „Djambo Djambo“ den vierten Rang, ebenso 1981 mit „Io senza te“. Im selben Jahr löste sich die Band auf. Musikalisch aktiv ist heute vor allem noch Peter Reber.