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AKTIEN FRANKFURT: Gewinnmitnahmen belasten Dax - MDax und TecDax im Plus

Dieser Inhalt wurde am 07. Dezember 2009 - 12:10 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Gewinnmitnahmen im impulslosen ruhigen Handelsgeschäft haben am Montag die Richtung im Dax bestimmt. Nach einem kräftigen Wochenplus von etwas mehr als zwei Prozent sank der Leitindex bis zur Mittagszeit um 0,59 Prozent auf 5.783,34 Punkte. MDax und TecDax fanden indes den Weg ins Plus: Der Index mittelgrosser Werte legte um 0,10 Prozent auf 7.425,46 Punkte zu. Der Technologie-Index stieg um 0,31 Prozent auf 811,73 Zähler.
"Der Dax ist in einer Handelsspanne zwischen 5.720 und 5.850 Punkten gefangen, und da es zurzeit an Impulsen und kurstreibenden Nachrichten mangelt, ist es recht ruhig am Markt", sagte Analyst Christoph Schmidt vom Handelshaus N.M.F. AG. Nur am Morgen sei zeitweise Druck in den Markt gekommen, nachdem der US-Dollar wieder spürbar zugelegt und den Euro kurzzeitig unter 1,48 Dollar gedrückt habe, ergänzte er. Sobald die Marke von 1,48 Dollar unterschritten werde, führe dies zum Verkauf von Aktien oder Rohstoffen.
Unter den deutschen Einzelwerten fielen die BASF-Aktien wegen eines Interviews der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) mit Vorstandschef Jürgen Hambrecht positiv auf. Mit plus 1,00 Prozent auf 42,31 Euro zählten sie zu den Favoriten im Dax. "Wir werden im Ergebnis vor Sondereinflüssen voraussichtlich das Niveau des dritten Quartals 2009 erreichen", sagte Hambrecht der "FAS" und rechnet folglich mit einem besseren Ergebnis als bisher. Bislang hatte der grösste Chemiekonzern der Welt einen Rückgang erwartet. Für 2010 erwartet Hambrecht aber erneut ein schwieriges Jahr. Die Daimler-Papiere sprangen nach monatlichen Absatzzahlen an der Dax-Spitze gar um 1,18 Prozent auf 36,335 Euro hoch. Der Stuttgarter Automobilhersteller verzeichnete im November nach einer langen Flaute in diesem Jahr den zweiten Monat in Folge weltweit ein Absatzplus.
Die Aktien von Bayer gaben dagegen um 1,47 Prozent auf 52,94 Euro nach. Der Chemie- und Pharmakonzern will in diesem Jahr keine weiteren Informationen zur Zulassung seines Hoffnungsträgers Rivaroxaban bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einreichen. Die Behörde hatte Ende Mai zusätzliche Daten zur Bewertung des Nutzen-Risiko-Profils eingefordert, die Bayer bislang zusammen mit seinem US-Kooperationspartner Johnson & Johnson frühestens für das vierte Quartal dieses Jahres angekündigt hatte. Über den aktuellen Stand der Zulassung will Bayer nun zur Bilanzpressekonferenz Ende Februar informieren.
Nach einer Abstufung sanken die Anteilsscheine von Siemens um 2,22 Prozent auf 62,09 Euro. Die US-Bank Morgan Stanley hatte das Papier des Industrieunternehmens auf "Equal-weight" abgestuft und das Kursziel von 80 auf 70 Euro gesenkt. Während die Märkte für industrielle Automation und Medizintechnik sich 2010 erholen sollten, dürften die Randbereiche des Konzerns die Gewinnentwicklung weiterhin belasten, schrieb Analyst Scott Babka. Zudem erschienen die Restrukturierungsbemühungen nicht mehr so deutlich wie bei den Wettbewerbern. Unterdessen hielt die Citigroup an der Kaufempfehlung fest. Auf einem Analystentreffen sei der konservative Charakter der Ziele des Managements unterstrichen worden.
Im TecDax fielen die Aktien des IT-Händlers und -Dienstleisters Bechtle mit minus 3,44 Prozent auf 17,96 Euro an das Index-Ende, nachdem die Umsatzerwartungen für 2009 präzisiert wurden. Vorstandssprecher Thomas Olemotz kündigte in einem Interview an, dass 2009 voraussichtlich ein Umsatzminus zwischen fünf und acht Prozent im Vergleich zu 2008 zu rechnen sei. Bislang war lediglich gesagt worden, dass das laufende Jahr wegen der Wirtschaftskrise schwächer als 2008 ausfallen werde. Die Ausübung von Aktienoptionen durch Vorstandschef Peter Tan Boon belastete die Anteilsscheine von Dialog Semiconductor mit 2,22 Prozent auf 7,05 Euro./ck/ag

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