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AKTIEN FRANKFURT: Standardwerte kaum verändert - Kaum Impulse von Nokia

Dieser Inhalt wurde am 15. Oktober 2009 - 12:30 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Die Standardwerte haben sich am Donnerstag kaum verändert. Nach neuen Höchstständen im frühen Handel schmolzen die Gewinne ab und der Dax büsste 0,04 Prozent ein auf 5.851,64 Punkte. Der neue höchste Stand seit Oktober 2008 liegt nun bei 5.867 Zählern. Der MDax sank um 0,15 Prozent auf 7.618,53 Zähler. Der Index mittelgrosser Werte war zwischenzeitlich auf das höchste Niveau seit September des Vorjahres geklettert. Der TecDax verlor 1,00 Prozent auf 782,13 Punkte.
Marktteilnehmer konzentrieren sich weiter vor allem auf Quartalsbilanzen. Die erhofften Impulse aus den Quartalszahlen des Handyherstellers Nokia blieben am Mittag aus. "Vor allem die hohe Sonderbelastung gefällt nicht, auf bereinigter Basis sind die Ergebnisse aber besser", zeichnete ein Händler ein gemischtes Bild. Nun richten sich die Blicke vor allem auf die US-Banken Citigroup und Goldman Sachs , die im weiteren Verlauf berichten werden. Zusätzlich steht eine Fülle von US-Konjunkturdaten an, wobei insbesondere die Verbraucherpreise am Markt für Bewegung sorgen dürften.
Metro-Papiere sprangen nach einem positiven Analystenkommentar um 2,30 Prozent auf 40,00 Euro an die Indexspitze. JPMorgan hob die Aktien des Einzelhandelskonzerns von "Neutral" auf "Overweight" und stockte das Kursziel von 38,50 auf 46,00 Euro auf. K+S sackten dagegen um 0,79 Prozent auf 38,90 Euro ab. Hier senkte Morgan Stanley das Votum für die Papiere des Düngemittelherstellers von "Equal-weight" auf "Underweight" und nahm das Kursziel von 40 auf 32 Euro zurück. Die Analysten begründeten ihre neue Einschätzung mit unvorteilhaften Kalipreisen für China.
Versorgertitel setzten ihre Schwäche vom Vortag fort: RWE und Eon verloren am Indexende jeweils über 1 Prozent. Umwelt- und Wirtschaftsexperten von Union und Liberalen haben sich nach FDP-Angaben grundsätzlich über längere Laufzeiten für sichere Atomkraftwerke verständigt. Konkrete Angaben wie Jahreszahlen oder Ausgleichszahlungen der Atomkonzerne sollen im Koalitionsvertrag aber nicht genannt werden.
Unter den im Nachklang der JPMorgan-Zahlen ohnehin festeren Banken gewannen Commerzbank 1,21 Prozent auf 8,795 Euro. Die Bank hat die auf Vermögensverwaltung und Treuhandgeschäfte spezialisierten Sparten von Kleinwort Benson in Grossbritannien für 225 Millionen Pfund (rund 241 Mio Euro) an RHJ International verkauft. Händlern zufolge wurde dies erwartet, da die Trennung von verschiedenen Unternehmensteilen durch die Inanspruchnahme von Staatshilfe von der EU gefordert wurde. "Auch der Preis ist keine grosse Überraschung und dürfte in etwa im Rahmen der Schätzungen liegen", sagte ein Börsianer.
Nach gemischten Zahlen legten bereits am Vortag gefragte Südzucker um 1,73 Prozent zu auf 15,32 Euro. Europas grösster Zuckerproduzent konnte im zweiten Quartal bei nahezu stabilem Umsatz sein operatives Ergebnis nahezu verfünffachen, blieb damit allerdings unter den Erwartungen. Besser als am Markt prognostiziert fielen einem Händler zufolge indes Umsatz und Überschuss aus. Auch die Bestätigung der Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr sei positiv.
Gerresheimer büssten nach dem Bericht zum dritten Quartal 0,09 Prozent ein auf 21,95 Euro. Zeitweise gehörten sie gar zu den schwächsten MDax-Titeln. Analyst Daniel Wendorff von der Commerzbank zeigte sich leicht enttäuscht. Die konkretisierte Prognose lasse Spielraum für eine Senkung seiner Schätzungen. Zuletzt bewertete Wendorff die Titel mit "Hold" und einem Kursziel von 22 Euro./ag/rum

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