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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Fest - Gute Vorgaben stützen - EADS mit Zahlen

Dieser Inhalt wurde am 16. November 2009 - 08:20 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Dank guter Vorgaben dürfte der deutsche Aktienmarkt am Montag mit Kursgewinnen in die neue Woche starten. Der X-Dax, der auf Basis des Dax-Futures den ausserbörslichen Stand des deutschen Leitindex anzeigt, notierte kurz nach 8.00 Uhr bei 5.749 Zählern und damit 1,09 Prozent über dem Dax-Xetra-Schluss vom Freitag.
Ben Potter, Marktanalyst bei IG Markets, sagte: "Die gute Vorgabe der Börsen in Asien, die von steigenden Rohstoffpreisen und guten Wirtschaftsdaten aus Japan profitieren, sorgt für gute Stimmung zum Wochenstart." Die entscheidende Frage für die kommenden Tage sei aber, ob der Dax seine jüngsten Hochs überwinden kann und sich über diesen etabliert. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index leicht im Plus. Auch die US-Vorgabe ist positiv: Der Dow Jones Industrial hatte am Freitag etwas fester geschlossen und der Future auf den US-Leitindex gewann seit dem Xetra-Schluss 0,50 Prozent. Die Nachrichtenlage ist von Unternehmensseite im Vergleich zur vergangenen Woche deutlich ausgedünnt, am Nachmittag könnten US-Daten Bewegung bringen.
EADS-Titel verloren schon vor Handelsstart drei Prozent. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern stürzte im dritten Quartal wegen ungünstiger Wechselkurse und Preisrückgängen im Flugzeuggeschäft in die roten Zahlen und scheut eine konkrete Gewinnprognose. Das Unternehmen macht sein Abschneiden in diesem Jahr vor allem vom verspäteten Militärtransporter A400M und dem Passagierflieger Airbus A380 abhängig. Wegen der Unsicherheit um die möglichen Aufwendungen für die beiden Flugzeugprogramme könne das Management keine Prognose für das operative Ergebnis treffen, hiess es. Indes erhielt die Flugzeugtochter Airbus einen Auftrag über zehn Flugzeuge aus dem Jemen. Ein Händler sagte, er rechne in den kommenden Quartalen mit weiteren Verzögerungen. Eine Belebung der Luftfahrtbranche sei frühestens Ende des ersten Quartals 2010 zu erwarten.
Aktien der Deutschen Post dürften nach einem Pressebericht Beachtung finden. Die von der Bundesregierung geplante Streichung des Steuerprivilegs des Logistikers könnte sich laut "Die Welt" verzögern. Der Zeitung zufolge hat sich die Post mit dem Bundeswirtschaftsministerium darauf verständigt, den für Januar geplanten Schritt auf Mitte 2010 zu verschieben. Eine Ministeriumssprecherin wollte den Bericht auf Anfrage nicht bestätigen. Händler sehen allerdings keinen starken Kurseinfluss. Bei ThyssenKrupp sorgte eine Hochstufung durch JPMorgan schon vorbörslich für Gewinne von mehr als zwei Prozent.
Anteilsscheine von Wacker Chemie sollten auch ohne Zahlen einen Blick wert sein. Händler verwiesen auf Aussagen von Unternehmenschef Rudolf Staudigl in der "Financial Times Deutschland" (FTD), denen zufolge der Spezialchemiekonzern und Halbleiter-Zulieferer eine Milliarde US-Dollar in ein neues US-Werk zur Produktion von Polysilizium investieren will. "Das wäre das erste Polysiliziumwerk ausserhalb Deutschlands und sollte langfristig positiv gesehen werden", sagte ein Händler. Die Präsenz in den USA sollte dabei helfen, sich dort einen grösseren Marktanteil zu sichern, falls die Solarindustrie weiter boome./gl/tw

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