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AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Fester - Intel sorgt für gute Stimmung

Dieser Inhalt wurde am 14. April 2010 - 08:20 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Nach dem Rücksetzer vom Vortag dürfte deutsche Aktienmarkt am Mittwoch fester starten. Ein freundlicher Schluss der Wall Street und anschliessend starke Zahlen von Intel sorgten für gute Stimmung, sagten Marktteilnehmer. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex notierte um 8.05 Uhr bei 6.265 Punkten und damit 0,55 Prozent höher als zum Xetra-Schluss vom Vortag. Nach erneut schwankendem Handelsverlauf hatte der Leitindex letztlich 0,32 Prozent verloren.
Die US-Vorgaben sind freundlich, nachdem sich der Dow Jones Industrial mit leichten Kursgewinnen über der psychologisch wichtigen Marke von 11.000 Zählern behaupten konnte. Der US-Leitindex ging wie auch der S&P-500-Index auf dem höchsten Stand seit Oktober 2008 aus dem Handel. Ein glänzender Jahresbeginn von Intel und Optimismus für das zweite Quartal hielten auch nachbörslich die Stimmung hoch. Der Dow-Future legte seit dem Xetra-Schluss um 0,39 Prozent zu und auch in Tokio gab es am Morgen steigende Kurse.
Vom positiven Intel-Impuls dürften auch Infineon profitieren. Der US-Computerchiphersteller hat mit seiner Bilanz für das erste Quartal für einen Paukenschlag gesorgt, wie Händler sagten. Mit einem Umsatz von 10,3 Milliarden Dollar und einem Gewinn von unterm Strich 2,4 Milliarden Dollar hat der Branchenprimus das beste erste Quartal seiner Geschichte hinter sich gebracht. Auch der Ausblick war sehr optimistisch. Intel-Aktien haben im nachbörslichen US-Handel fast vier Prozent zugelegt. Ein Börsianer ergänzte, dass zwar in Asien Nanya Tech und Inotera Memories enttäuscht hätten, Intel überstrahle aber zunächst alles. Intel sollte aus seiner Sicht die Infineon-Aktie wieder in Richtung des nächsten wichtigen Chartwiderstandes bei 5,25 bis 5,30 Euro nach oben schieben. Vorbörslich nahmen die Papiere mit plus 2,70 Prozent bereits Kurs auf diese Marken.
Daneben sollten Marktteilnehmer Aktien der Deutschen Bank und der Postbank nach einem Pressebericht im Auge behalten. Die Vorkehrungen der Deutschen Bank für eine Integration der Postbank seien weiter fortgeschritten als bekannt, schreibt das "Handelsblatt". Sie arbeite Finanzkreisen zufolge bereits mit Hochdruck daran, eine gemeinsame Informationstechnologie (IT) aufzubauen, eine Übernahme sei nur noch eine Frage der Zeit. Ein Börsianer sieht darin zwar keine spektakulären Neuigkeiten. Der Bericht könne jedoch Spekulationen um eine dafür erwartete Kapitalerhöhung anheizen, so der Händler. Deutsche Bank-Chef Ackermann hatte zuletzt aber gesagt, bei der vollständigen Postbank-Übernahme nicht unter Zeitdruck zu sein.
Im MDax stehen Fraport und Gerresheimer im Blick. An Deutschlands grösstem Flughafen wurden im März 8,3 Prozent mehr Passagiere und 35,5 Prozent mehr Fracht abgefertigt. Konzernweit stieg die Zahl der Fluggäste gar um 12,4 Prozent. Händler rechnen mit einer positiven Marktreaktion, mit der die Papiere des Flughafenbetreibers einen charttechnischen Widerstand bei 40,70 Euro überwinden könnten.
Auch die Bilanz des Herstellers von Spezialverpackungen zum ersten Quartal fiel einem Händler zufolge "insgesamt positiv" aus. Vor allem beim Gewinn habe Gerresheimer gut abgeschnitten. Zudem seien nach einem guten Start ins Geschäftsjahr 2010, wie Gerresheimer sagte, die Prognosen bekräftigt worden. Der Händler rechnet mit einem Test des nächsten Chartwiderstands bei 24,77 Euro./ag/rum

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