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AKTIEN FRANKFURT/Dax wieder im Plus - Finanzwerte leiden aber unter ING

Dieser Inhalt wurde am 26. Oktober 2009 - 12:20 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Nach einem freundlichen Start hat sich der deutliche Aktienmarkt am Montag zuletzt uneinheitlich entwickelt. Börsianern zufolge wurde die Hoffnung auf eine weitere konjunkturelle Erholung durch Pläne für eine unerwartet deutliche Kapitalerhöhung beim niederländischen Finanzunternehmen ING getrübt. Der Dax stieg um 0,69 Prozent auf 5.779,96 Punkte und machte damit immerhin seine Verluste vom Freitag wieder wett. Für den MDax mittelgrosser Werte ging es aber um 0,40 Prozent auf 7.319,03 Punkte nach unten, der TecDax rückte um 0,78 Prozent auf 767,47 Zähler vor.
Laut Marktanalyst Jochen Intelmann von der Hamburger Sparkasse (Haspa) ist die Stimmung am Aktienmarkt weiterhin positiv. Es ströme unverändert Geld in Dividendenpapiere und die jüngsten Konjunkturdaten deuteten immer noch auf eine Entspannung der konjunkturellen Lage hin. Die Ankündigung der ING aber, mehr Kapital als gedacht aufnehmen zu wollen, verhinderte dem Haspa-Analyst Christian Hamann zufolge noch höhere Gewinne am Markt.
Analyst Philipp Hässler von der Investmentbank Equinet ergänzte: "Die Kapitalerhöhung bei ING, aber auch Gerüchte über eine Kapitalerhöhung bei Lloyds , drücken auf die Stimmung für Bankenwerte. Die Investoren sind derzeit wieder etwas vorsichtiger." So fielen die Aktien der Deutsche Bank um 0,75 Prozent auf 52,51 Euro. Das Finanzinstitut rechnet zudem bei den Kreditausfällen mit einem schwierigen ersten Halbjahr 2010. Titel der Allianz rückten nur um minimale 0,04 Prozent auf 83,73 Euro vor.
Nach der Präsentation von Quartalszahlen büssten ferner die Papiere der Merck KGaA am Dax-Ende 1,81 Prozent auf 68,24 Euro ein. Während der Gewinn vor Zinsen und Steuern leicht enttäuscht habe, sei der Reingewinn und der Gewinn je Aktie etwas besser ausgefallen als gedacht, betonte ein Händler. Ein anderer Börsianer hob negativ hervor, dass der Margenausblick enttäuscht habe.
Aktien von Kontron aber waren gefragt und verteuerten sich um 1,92 Prozent auf 8,50 Euro. Die Bilanz des Kleincomputer-Herstellers zum dritten Quartal fiel einem Börsianer zufolge "insgesamt besser als erwartet" aus. Zudem sorgten die Papiere von Nordex für Gesprächsstoff in den Handelssälen. Die Titel des Windkraftanlagen-Herstellers kletterten derweil um 2,82 Prozent auf 12,03 Euro. Börsianer verwiesen auf erneut aufgewärmte Spekulationen über ein mögliches Angebot der Quandt-Erbin Susanne Klatten.
Der im MDax notierte Triebwerkshersteller MTU verdiente im dritten Quartal trotz eines unerwartet starken Umsatzeinbruchs mehr als erwartet. Skeptisch äusserte sich aber Equinet-Analyst Adiran Pehl. Zwar soll die operative Marge nach Aussage von MTU etwas höher ausfallen als bislang geplant. Da jedoch einige Erlöse aus dem zivilen und militärischen Triebwerksgeschäft erst mit Verspätung anfallen dürften, könnte auch ein Teil des Cash Flows später als gedacht realisiert werden. Die Aktien sanken um 1,12 Prozent auf 31,73 Euro.
Die Titel von Lanxess fielen zudem um 1,16 Prozent auf 23,94 Euro und zählten damit zu den grössten Verlierern im Index. Börsianer verwiesen auf eine Abstufung durch JPMorgan von "Overweight" auf "Neutral" als Belastung. Die Quartalszahlen der Chemieunternehmen dürften insgesamt zu einer deutlichen Anhebung der Gewinnprognosen führen, schrieb Analyst Neil Tyler. Ferner sanken die Aktien von Sky Deutschland um 2,13 Prozent auf 3,21 Euro. Die News Corp des Grossaktionärs Rupert Murdock hat mit Blick auf Sky keine Pläne für weitere Investitionen. Dies sagte Sohn James Murdoch, der Europa- und Asienchef dem Magazin "Spiegel" in einem Interview und ergänzte: "Sky Deutschland ist jetzt solide finanziert."/la/sf
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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