Navigation

AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Fest nach guten Vorgaben - EADS mit Zahlen

Dieser Inhalt wurde am 16. November 2009 - 10:10 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Gute Vorgaben aus Übersee haben dem deutschen Aktienmarkt am Montag zu einem freundlichen Start verholfen. Der Dax gewann im frühen Handel 1,01 Prozent auf 5.744,29 Punkte. Der MDax rückte um 1,12 Prozent auf 7.393,19 Zähler vor und für den TecDax ging es um 1,34 Prozent auf 771,61 Zähler hoch.
Ben Potter, Marktanalyst bei IG Markets, sagte: "Die gute Vorgabe der Börsen in Asien, die von steigenden Rohstoffpreisen und guten Wirtschaftsdaten aus Japan profitieren, sorgt für gute Stimmung zum Wochenstart." Die entscheidende Frage für die kommenden Tage sei aber, ob der Dax seine jüngsten Hochs überwinden kann und sich über diesen etabliert. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index leicht im Plus. Auch die US-Vorgabe ist positiv: Der Dow Jones Industrial hatte am Freitag etwas fester geschlossen und der Future auf den US-Leitindex gewann seit dem Xetra-Schluss 0,59 Prozent. Die Nachrichtenlage ist von Unternehmensseite im Vergleich zur vergangenen Woche deutlich ausgedünnt, am Nachmittag könnten US-Daten Bewegung bringen.
Im Fokus standen EADS-Titel, die nach enttäuschenden Zahlen um marktkonforme 1,13 Prozent auf 13,40 Euro zulegten. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern stürzte im dritten Quartal in die roten Zahlen und scheut eine konkrete Gewinnprognose. Indes erhielt die Flugzeugtochter Airbus einen Auftrag über zehn Flugzeuge aus dem Jemen. Das bereinigte Ergebnis fiel nach Ansicht der LBBW besser aus als erwartet. Kritischer äusserte sich indes ein Frankfurter Händler: "Die Zahlen liegen durch die Bank unter den Erwartungen." Insbesondere der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und ausserordentlichen Posten (EBIT) sowie das Nettoergebnis sähen schwach aus. Zum von EADS angestrebten EBIT-Jahresziel merkte er kritisch an: "Es wird interessant sein, wie sie das im vierten Quartal erreichen wollen." Ähnlich sah es Commerzbank-Analyst Frank Skodzik: "Wegen der schwachen operativen Profitabilität bei Airbus waren die Zahlen schwächer als erwartet."
Aktien der Deutschen Post verteuerten sich nach einem Pressebericht sowie einer Studie um moderate 0,64 Prozent auf 12,635 Euro. Die von der Bundesregierung geplante Streichung des Steuerprivilegs des Logistikers könnte sich laut "Die Welt" verzögern. Der Zeitung zufolge hat sich die Post mit dem Bundeswirtschaftsministerium darauf verständigt, den für Januar geplanten Schritt auf Mitte 2010 zu verschieben. Eine Ministeriumssprecherin wollte den Bericht auf Anfrage nicht bestätigen. Händler sehen allerdings keinen starken Kurseinfluss. Indes hob die UBS das Kursziel von 14 auf 15 Euro an und blieb beim Votum "Buy". Bei ThyssenKrupp sorgten ebenfalls positive Analystenkommentare sowie der Verkauf seiner US-Tochter Safway für Gewinne von 3,65 Prozent auf 24,71 Euro, was die Aktie an die Dax-Spitze trieb
Aus dem SDax berichtete GfK über die jüngste Geschäftsentwicklung. Das Unternehmen sprach von einer weiteren, kontinuierlichen Ergebnisverbesserung in einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld. Im dritten Quartal habe das führende Marktforschungsunternehmen in Deutschland den Umsatz stabilisiert und sowohl das Ergebnis als auch die Marge des Vorjahresquartals übertroffen. Ein Händler sagte: "Die Zahlen sind besser als erwartet ausgefallen. Positiv ist auch der bekräftigte Ausblick." Dennoch verlor die Aktie bei dünnen Umsätzen 0,44 Prozent auf 22,60 Euro.
Anteilsscheine von Wacker Chemie verteuerten sich um 1,28 Prozent auf 111,40 Euro. Händler verwiesen auf Aussagen von Unternehmenschef Rudolf Staudigl in der "Financial Times Deutschland" (FTD), denen zufolge der Spezialchemiekonzern und Halbleiter-Zulieferer eine Milliarde US-Dollar in ein neues US-Werk zur Produktion von Polysilizium investieren will. "Das wäre das erste Polysiliziumwerk ausserhalb Deutschlands und sollte langfristig positiv gesehen werden", sagte ein Händler. Die Präsenz in den USA sollte dabei helfen, sich dort einen grösseren Marktanteil zu sichern, falls die Solarindustrie weiter boome.
Bei Fraport sorgten ein Analystenkommentar sowie eine Einigung mit den Gewerkschaften auf einen neuen Tarifvertrag für Kursgewinne von 2,61 Prozent auf 34,19 Euro. Die Citigroup hatte die Titel des Flughafen-Betreibers nach Quartalszahlen von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 30 auf 42 Euro erhöht. Insgesamt lägen die Ergebnisse des Unternehmens im Rahmen der Erwartungen, schrieb Analyst Andrew Light .
Im TecDax profitierten SMA Solar mit plus 7,65 Prozent auf 77,94 Euro von positiven Studien. Die UBS hatte ihr Ziel nach Quartalszahlen von 74 auf 98 Euro hochgesetzt beim weiter gültigen Votum "Buy". Die Ergebnisse zeigten, wie sehr der Hersteller von Wechselrichtern für Solaranlagen von steigenden Absatzvolumina profitiere, schrieb Analyst Patrick Hummel. Die Unicredit hob ebenfalls Votum und Ziel für die Aktie an./gl/tw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?