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FRANKFURT (awp international) - Schwache Konjunkturdaten aus den USA haben den Dax am Mittwochnachmittag tiefer ins Minus gedrückt. Der Leitindex, den Gewinnmitnahmen schon um die Mittagszeit in die Verlustzone hatten abrutschen lassen, stand zuletzt 0,47 Prozent tiefer bei 6.178,19 Punkten. Gute Unternehmenszahlen grenzten allerdings die Verluste ein. Der MDax verlor 0,76 Prozent auf 8.490,33 Punkte und der TecDax büsste 0,87 Prozent auf 780,24 Punkte ein. Die US-Auftragseingänge für langlebige Güter sind im Juni überraschend gefallen.
"Nach fünf Gewinntagen in Folge beim Dax, was im derzeitigen Umfeld sehr ungewöhnlich ist, kommt diese Entwicklung nicht überraschend", kommentierte Chefhändler Fidel Helmer von Hauck & Aufhäuser das Börsengeschehen. Zudem seien die Marktteilnehmer vor dem am Abend nach Börsenschluss in Deutschland anstehenden Konjunkturbericht der US-Notenbank ("Beige Book") vorsichtig. Hierzu verwies Chefvolkswirt Stefan Schilbe von HSBC Trinkaus darauf, dass in den jüngsten Äusserungen der amerikanischen Währungshüter ein nachlassender Optimismus zu erkennen sei.
ZAHLEN LASSEN DEUTSCHE BÖRSE, INFINEON UND FRESENIUS STEIGEN
Im Dax konnten die Aktien der Berichtsunternehmen durch die Bank deutlich zulegen. Deutsche Börse gewannen an der Spitze 3,71 Prozent auf 53,92 Euro, nachdem der Börsenbetreiber Umsatz und operatives Ergebnis gesteigert hatte und für 2010 zudem mit niedrigeren Kosten als bislang veranschlagt rechnet. Die Analystenerwartungen wurden vor allem auf der Ergebnisseite teils deutlich übertroffen. Die Analysten der UBS und der Citigroup lobten die Zahlen und blieben bei ihren Kaufempfehlungen. Gute Zahlen von Konkurrent Air France-KLM liessen die Titel der Lufthansa um 0,83 Prozent auf 12,700 Euro steigen.
Beim Halbleiterspezialisten Infineon brummt dank der Konjunkturerholung und der hohen Nachfrage in allen Bereichen das Geschäft, was für Kursgewinne von 2,14 Prozent auf 5,157 Euro sorgte. Aufgrund der starken Zuwächse in den ersten neun Monaten erhöhte Infineon erneut die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr. Händler werteten die Zahlen als besser als erwartet. Die höheren Ziele seien ebenfalls erfreulich. Auch der Medizinkonzern Fresenius berichtete ein besser als erwartetes Ergebnis und hob seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr an, was die Titel immerhin um 0,24 Prozent auf 55,150 Euro steigen liess. Commerzbank-Analyst Volker Braun sah den Nettogewinn über seinen sowie den Konsensschätzungen.
STARKE ZAHLEN UND HÖHERER AUSBLICK STÜTZEN VOSSLOH
Vossloh-Titel hielten sich im MDax mit plus 0,01 Prozent auf 75,05 Euro vergleichsweise gut. Der Verkehrstechnik-Konzern hob nach einem starken zweiten Quartal seine Prognose für das Jahr 2010 erneut leicht an. Ein Börsianer lobte, die Zahlen seien besser als erwartet, und hob auch die optimistischeren Unternehmensziele hervor. EADS-Papiere verloren nach Zahlen des Wettbewerbers Boeing 0,31 Prozent auf 17,500 Euro.
Nach einem unerwartet starken Umsatz- und Gewinnplus im ersten Halbjahr bestätigte der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones seine Jahresprognose. Ein Händler sprach von einem soliden Geschäftsbericht. Allerdings könnte die Aktie nach der zuletzt guten Kursentwicklung unter Gewinnmitnahmen leiden, da der optimistischere Ausblick dem entspreche, was der Markt bereits erwarte. Die Aktien verloren nach einem vorherigen Plus zuletzt 0,19 Prozent auf 43,950 Euro.
Für die Anteilsscheine von Wincor Nixdorf ging es um deutlichere 1,57 Prozent auf 46,480 Euro nach unten. Während der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller die Analystenschätzungen beim Umsatz übertraf, verfehlten die Gewinnkennzahlen die Erwartungen. Die Händlerurteile fielen uneinheitlich aus. Indes konnte der Zahlungsabwickler Wirecard im ersten Halbjahr bei Umsatz und operativem Ergebnis zweistellig zulegen und bestätigte seinen Gewinnausblick für das Gesamtjahr. Dennoch verloren die Aktien im TecDax 1,14 Prozent auf 8,121 Euro. Morphosys-Titel verteuerten sich indes nach gut aufgenommenen Zahlen des Biotech-Unternehmens um 1,31 Prozent auf 15,905 Euro./gl
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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