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AKTIEN NEW YORK/Schluss: Weiter schwächer - Sorgen um Schuldenkrise dominieren

Dieser Inhalt wurde am 05. Mai 2010 - 22:35 publiziert

NEW YORK (awp international) - Die Schuldenkrise in Europa hat die wichtigsten US-Indizes auch am Mittwoch belastet. Die Sorgen vor einer Ausweitung der griechischen Schuldenkrise auch auf andere Staaten der Eurozone erhielten durch die Ratingagentur Moody's neue Nahrung. Sie drohte Portugal mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit um ein oder maximal zwei Stufen, nachdem in der Vorwoche bereits Standard & Poor's (S&P) das Rating gesenkt hatte. Gute ADP-Daten aus dem Privatsektor des US-Arbeitsmarktes sowie eine überraschend stabile Stimmung der Einkaufsmanager im US-Dienstleistungssektor sorgten kaum für Entlastung.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) büsste 0,55 Prozent auf 10.866,83 Punkte ein. Zwischenzeitlich hatten Käufe auf ermässigtem Niveau den Index zwar um rund 20 Punkte ins Plus getrieben, der Aufwärtsschub rief jedoch sehr schnell wieder Verkäufer auf den Plan. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,66 Prozent auf 1.165,87 Zähler. Der Nasdaq-100-Index verlor 0,54 Prozent auf 1.958,26 Zähler, während der Composite-Index mit einem Minus von 0,91 Prozent bei 2.402,29 Punkten aus dem Handel ging.
Auf Unternehmensseite stand die Medienbranche nach Zahlen im Fokus. Time Warner war mit einem satten Gewinn ins Jahr gestartet und hatte vom florierenden Film- und Fernsehgeschäft profitiert. Auch die Magazinsparte war in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Konzernchef Jeff Bewkes sprach von einem Rekordergebnis. Die Aktien sanken allerdings um 2,45 Prozent auf 31,87 US-Dollar.
Papiere des US-Medienkonzerns News Corporation sackten gar um 5,00 Prozent auf 14,62 Dollar ab und gehörten damit zu den schwächsten Werten im Nasdaq-100. Dabei hatten der durchschlagende Erfolg des 3D-Fantasiefilms "Avatar" und die gut laufenden Kabelkanäle im Ende März abgelaufenen dritten Geschäftsquartal die Kassen gefüllt. Kein anderer Inhalteanbieter sei stärker, jubilierte Konzernchef Rupert Murdoch. Börsianer erklärten jedoch, dass der Ausblick von einigen Investoren als Enttäuschung betrachtet wurde.
Schwächster Dow-Wert war der Rivale Walt Disney mit minus 3,42 Prozent auf 35,34 Dollar, gefolgt von den Aktien des Kreditkartenkonzerns American Express mit einem Abschlag von 3,12 Prozent auf 44,43 Dollar. Am Vortag hatten sowohl Mastercard und auch Visa einen deutlichen Umsatz- und Gewinnanstieg gemeldet. Favorit im Leitindex waren die bereits am Vortag gegen den Trend stabilen Aktien von Wal-Mart . Sie legten um 1,39 Prozent auf 54,77 Dollar zu. Papiere von The Travelers legten um 1,24 Prozent zu auf 50,62 Dollar. Börsianer sahen beide Werte wegen ihrer Defensivqualitäten gesucht.
Garmin brachen im Nasdaq-100 um 9,20 Prozent auf 34,03 Dollar ein. Marktteilnehmer zeigten sich enttäuscht von schwachen Zahlen des Herstellers von Navigationsgeräten im Auftaktquartal. Sie zeigten den Bodenverlust der ehemals wachstumsstarken mobilen Navigationsgeräte gegenüber entsprechenden Lösungen für Mobilfunkgeräte wie das iPhone oder den BlackBerry, hiess es. Vom Tief bei 31,99 Dollar konnten sich die Aktien jedoch bereits wieder deutlich erholen./ag/he

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