Alex Frei geniesst die Freiheiten ohne Verpflichtungen als Trainer

Der Trainerjob stinkt dem ehemaligen Fussballprofi Alex Frei. Lieber riecht der frisch ausgebildete Sommelier Käse. An der Seitenlinie steht Frei nur noch, wenn sein Sohn spielt.
(Keystone-SDA) «Ich bin der ruhige Familienvater links hinten in der Ecke», sagt der 45-jährige frühere Nationalstürmer in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Er mische sich nicht in die Spiele seines Sohnes ein und freue sich einfach, wenn dieser Spass habe.
Seinen Erziehungsstil bezeichnet er als «streng, aber fair». Den Ehrgeiz des Schweizer Rekordschützen erbte seine Tochter, die Leichtathletik betreibt. «Meine Frau sagt immer, meine Tochter sei wie ich», sagt Frei. Er geniesse die Familienzeit, die er seit seinem letzten Trainerjob habe. Heute könne er mit der Familie übers Wochenende wegfahren. «Das gab es früher nicht.»
Und für sich selbst hat er den Käse entdeckt. Er liess sich zum Käse-Sommelier ausbilden. «Ich könnte in einem Käseladen, einem Restaurant oder einem Hotel arbeiten», sagt er. Die neue Branche habe den ehemaligen Captain der Schweizer Nationalmannschaft gereizt, weil es komplett anders sei als Fussball.
Abseits der Familie will sich Frei ebenfalls nicht in die sportliche Leistung anderer einmischen. Auf das Trainersein habe er «im Moment keinen Bock». Alles, was neben dem Fussballplatz passiere, vermisse er keine Sekunde.