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62'000 protestieren mit Petition gegen Schliessung in Avenches

Dieser Inhalt wurde am 27. Mai 2010 - 18:02 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Rund 62'000 Menschen in der Schweiz bitten den Bundesrat in einer Petition, auf die Schliessung des Nationalgestüts in Avenches VD zu verzichten. Mehrere Verbände und Vereinigungen von Pferdezüchtern und -liebhabern haben die Petition in Bern übergeben.
Vor der Übergabe durchquerten die Unterstützer des Nationalgestüts in rund 15 Kutschen und auf etwa 80 Pferden die Berner Altstadt, um so die Öffentlichkeit auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.
Vom wunderbar herausgeputzten Achtspänner mitsamt Fohlen über das Brauereigespann der Worber Brauerei Egger bis zum kleinen Ponywägeli machten alle am Kundgebungszug durch die Altstadt mit.
Reiter und Pferde wurden von den Passanten ausgiebig bewundert, hier und dort auch beklatscht. Während die Reiter direkt zum Münsterplatz ritten, machten rund ein Dutzend Kutschen einen kleinen Umweg über den Bundesplatz.
Eine der Kutschen rollte auf die Bundesterrasse, wo die Verantwortlichen die Unterschriften der Bundeskanzlei übergaben.
Der Bundesrat hat im Rahmen des sogenannten Konsolidierungsprogramms 2011 bis 2013 beschlossen, den Beitrag ans Nationalgestüt zu streichen. Es handle sich nicht um eine Kernaufgabe des Bundes. Das Programm befindet sich noch in der Vernehmlassung.
In zwei am Donnerstag veröffentlichten Antworten auf Vorstösse in den eidgenössischen Räten schreibt die Landesregierung, sie würde es begrüssen, wenn eine private Trägerschaft das Gestüt übernähme. Sie habe deshalb das Bundesamt für Landwirtschaft beauftragt, diese Möglichkeit im Rahmen der Umsetzung des Sparprogramms zu prüfen.
Eine Privatisierung sei kein Weg, betonten die Vertreter des Komitees Pro Nationalgestüt vor den Medien. Sie strichen die Bedeutung des Nationalgestüts hervor, nicht zuletzt auch für die Freiberger-Zucht. Freiberger sind die einzige hiesige Pferderasse.

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