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Gesperrte Bahnstrecken und Staus über die Festtage

Dieser Inhalt wurde am 27. Dezember 2009 - 17:46 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Wetterkapriolen haben über die Weihnachtsfeiertage auf Strasse und Schiene zu starken Behinderungen geführt. Für die Reise ins Engadin war am Stephanstag nach der vorübergehenden Sperre des Julier-Passes viel Geduld gefragt. Es kam zu einem mittleren Verkehrschaos.
Auf beiden Seiten des Vereina-Autoverlades - während Stunden die einzige Verbindung ins Engadin - stauten sich die Autos. Bei Klosters wuchs der Stau auf eine Länge von bis zu 12 Kilometer an, auf der Gegenseite in Sagliains betrug die Wartezeit drei Stunden.
Die Schliessung des Julier-Passes ist unüblich, der Pass gilt nämlich als wintersicher. Allerdings schneite es im Engadin ausgiebig: Stellenweise liegt laut dem Schnee- und Lawinenforschungsinstitut (SLF) in Davos doppelt so viel Schnee wie sonst in dieser Jahreszeit.
Teilweise herrschte deswegen grosse Lawinengefahr, die auch zur vorübergehenden Sperrung des Maloja- und des Berninapasses führte. Damit war das Bündner Südtal Puschlav am Stephanstag nur über Italien erreichbar. Der Winterferien-Verkehr löste aber auch im Flachland Staus aus. Am Sonntag blieb es auf dem Schweizer Strassennetz trotz hohem Verkehrsaufkommen weitgehend ruhig.
Auch das SBB-Netz war vor Ausfällen nicht gefeit: Am Weihnachtstag war die Gotthardstrecke zeitweise gesperrt, nachdem ein Intercity am frühen Morgen auf einen Haufen Steinen aufgefahren war. Keiner der 30 Passagiere wurde beim Vorfall verletzt. Die Steine lösten sich laut SBB wegen des wechselhaften Wetters aus der Schutzmauer.
Von kräftigen Winden begleitet zog über die Festtage das Tief "Yann" über die Schweiz. In den Bergen erreichten Böen über 130 Stundenkilometer. Mehrere Seilbahnen mussten deswegen ihren Betrieb vorübergehend einstellen. An Heiligabend heizte der Sturm zudem die Föhntäler auf teilweise bis zu 17 Grad auf.

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