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BKW zieht wegen Hochspannungsleitung Wattenwil-Mühleberg ebenfalls vor Gericht

Dieser Inhalt wurde am 31. Mai 2010 - 18:15 publiziert

Bern (awp) - Auch die BKW FMB Energie AG gelangt wegen der geplanten Hochspannungsleitung zwischen Wattenwil und Mühleberg im Berner Mittelland mir einer Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht. Zwar hat die BKW Ende April vom Bundesamt für Energie (BFE) die Plangenehmigung erhalten, diese ist allerdings mit Auflagen verbunden.
Demnach kann die Leitung auf einer Länge von knapp 30 Kilometern als Freileitung realisiert werden. Daneben muss aber unter anderem ein 3,3 km langer Kabelabschnitt in der landschaftlich geschützten Gegend von Rümligen in die Erde verlegt werden.
Die Beschwerde der BKW richtet sich einer Mitteilung vom Montag zufolge gegen die Tatsache, dass der Vorgabe zur Verkabelung des Teilabschnitts "ohne umfassende Würdigung ihrer ökologischen Auswirkungen" gefällt worden sei. Die BKW will eine Neubeurteilung der Auflage zur Teilverkabelung erwirken, welche auch die ökologischen Nachteile einer solchen Teilverkabelung berücksichtige.
Der umstrittene Ausbau der Hochspannungsleitung ist bereits seit vergangener Woche ein Fall für das Bundesverwaltungsgericht: Die Gemeinde Köniz zog am letzten Freitag ihre Beschwerde gegen das Projekt weiter. Der Könizer Gemeinderat hält das Genehmigungsverfahren des BFE für mangelhaft und verlangt Korrekturen und weitergehende Abklärungen.
Gegen die BKW-Pläne regt sich seit langem Widerstand. Gegen das Plangenehmigungsverfahren wurden auf der ganzen Strecke mehr als 400 Einsprachen von Privatpersonen sowie zehn Einsprachen von 16 Gemeinden erhoben.
ra/mk

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