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LONDON (awp international) - Der britische Ölkonzern BP zieht seine Partner im Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP vor das Schiedsgericht. Das teilte BP am Dienstag mit. Grund des Streits ist der geplante Milliardendeal zwischen BP und dem russischen Staatskonzern Rosneft , der gemeinsame Förderprojekte im Öl- und Gasgeschäft vorsieht. Rosneft soll künftig fünf Prozent der BP-Aktien halten. BP erhält im Gegenzug 9,5 Prozent der Rosneft-Anteile und steigert seinen Anteil damit auf insgesamt 10,8 Prozent.
Die russischen TNK-BP-Aktionäre, die Milliardäre Michail Fridman, Viktor Wechselberg, German Chan und Len Blavatnik, fühlen sich durch den BP-Deal mit Rosneft übergangen. Sie sehen die Aktionärsvereinbarung verletzt. Darin ist festgelegt, dass beide Seiten neue Öl- und Gasprojekte in Russland dem Verwaltungsrat vorlegen müssen. Die Russen streben nun die Streichung der Dividende an. Die Parteien wollen bis zum 25. Februar eine Einigung erzielen.
Die Dividende aus dem TNK-BP-Gemeinschaftsunternehmen ist beim durch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko angeschlagenen BP-Konzern fest eingeplant. Allein für das vierte Quartal 2010 wollte TNK-BP rund 1,8 Milliarden US-Dollar ausschütten, die Hälfte würde an BP gehen. Das Gemeinschaftsunternehmen steht für rund ein Viertel der Jahresproduktion des Konzerns./RX/fn/he

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