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CH/Flugverkehr: Schadstoffabhängige Landegebühren in der Schweiz verschärft (AF)

Dieser Inhalt wurde am 30. März 2010 - 17:30 publiziert

(Meldung ergänzt und neu geschrieben.)
Zürich (awp/sda) - An den Schweizer Flughäfen wird ein neues Gebührenmodell für den Schadstoffausstoss eingeführt: Neu müssen alle Airlines eine Emissionsgebühr bezahlen. Besonders umweltschädliche Firmen werden dabei stärker zur Kasse gebeten als umweltfreundliche.
Die neue Emissionsgebühr soll die Airlines dazu bewegen, auf umweltfreundlichere Triebwerke zu setzen und diese auch so schadstoffarm wie möglich einzustellen.
"Bereits mit kleinen Modifikationen am Triebwerk kann man den Schadstoffausstoss nämlich deutlich reduzieren", sagte Elke Köhler, Geschäftsstellenleiterin der Swiss International Airports Association (SIAA), auf Anfrage der SDA.
Eine Emissionsgebühr gab es an den Schweizer Flughäfen zwar auch bisher, allerdings wurde diese nur für die schlimmsten Umweltsünder unter den Flugzeugen erhoben.
Neu müssen die Airlines für alle ihre Maschinen eine Gebühr entrichten. Eine Boeing 777 kostet pro Landung beispielsweise 130 Franken. Ein A330 der Swiss 100 Franken, wie Köhler erklärte.
Die Schweizer Flughäfen ziehen dieses Geld direkt bei den Fluggesellschaften ein, die den Betrag schliesslich auf die Passagiere abwälzen. Für die Flughäfen ist das neue Gebührenmodell kostenneutral. Die Umstellung führe nicht zu Mehreinnahmen, weil einige Airlines zwar mehr, andere dafür weniger bezahlen müssten.
Laut einer Mitteilung der SIAA vom Dienstag wird das neue Gebührenmodell am 1. April an den Flughäfen Zürich, Bern und Lugano eingeführt. In Genf folgt es aus technischen Gründen einen Monat später.
Rechtliche Grundlage dafür ist eine Richtlinie des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL). Diese verlangt, dass dieses Gebührenmodell der Europäischen Luftfahrtkonferenz (ECAC) auch in der Schweiz eingeführt wird.
tp

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