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FRANKFURT (awp international) - Die Sorge vor einem erhöhten Kapitalbedarf europäischer Banken und enttäuschende Konjunkturdaten haben den Euro am Dienstag in Richtung 1,27 US-Dollar gedrückt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am späten Nachmittag 1,2751 Dollar und damit gut einen Cent weniger als ein Tag zuvor. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,2744 (Montag: 1,2874) Dollar festgesetzt. Der Dollar war damit 0,7847 (0,7768) Euro wert.
"Es gibt einige Belastungsfaktoren für den Euro", sagte Devisenexpertin You-Na Park von der Commerzbank. Dazu zähle die Sorge am Markt, dass die Banken in der Eurozone einen erheblich höheren Kapitalbedarf haben könnten, falls die neuen Eigenkapitalregeln des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht in Kraft treten würden. Eine zusätzliche Belastung für den Euro seien die enttäuschenden Auftragsdaten aus der Industrie in Deutschland gewesen. Auch die etwas schwächere Verfassung der Aktienmärkte sorge für eine wieder erhöhte Nachfrage nach Dollar.
Trotz des recht deutlichen Auftragsrückgangs im Juli befindet sich die deutsche Industrie laut Commerzbank aber weiter im Aufwärtstrend. Dieser Trend dürfte sich in den kommenden Monaten aber abschwächen. Im Juli seien die Aufträge vor allem von schwankungsanfälligen Grossaufträgen belastet worden. Zudem dürfte die frühe Lage der Sommerferien insbesondere die Autoproduktion gebremst haben. Keine entscheidenden Impulse seien mangels neuer Daten aus den USA zu erwarten. Dort nahm der Handel nach dem Feiertag am Montag aber wieder etwas Fahrt auf.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83160 (0,83825) britische Pfund, 106,86 (108,42) japanische Yen und 1,2903 (1,3070) Schweizer Franken festgelegt. Auch Gold bleibt gefragt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.256,75 (1.249,00) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 31.130,00 (30.870,00) Euro./jha/jsl/he

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