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Eon knüpft mittelfristigen Ausblick an Bedingungen

ESSEN (awp international) - Deutschlands grösster Stromversorger Eon hält auch nach der Katastrophe in Japan an seinen mittelfristigen Zielen fest, knüpft aber Bedingungen daran. Vor dem Hintergrund der energiepolitischen Debatte bleibe der Ausblick auf das Ergebnis des laufenden Jahres schwierig, sagte Eon-Vorstandschef Johannes Teyssen am Donnerstag bei der Hauptversammlung in Essen. "Alle Aussagen müssen bis auf weiteres auf der Annahme beruhen, dass nach dem Moratorium der Weiterbetrieb unserer sicheren Kraftwerke möglich ist", rief er laut Redetext den Aktionären zu.
Alle Veränderungen könnten "beträchtliche Auswirkungen" haben, die vor einer Entscheidung der Bundesregierung über die neue Marschrichtung in der Energiepolitik noch nicht abschätzbar seien. Der Prognose zufolge soll der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (adjustet EBITDA) im laufenden Jahr in einer Bandbreite von 11,2 und 11,9 Milliarden Euro liegen, 2010 waren es noch 13,35 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss soll bei 3,3 bis 4 Milliarden Euro liegen, das wäre bis zu einem Drittel weniger als zuletzt. Auch bleibe das Ziel bestehen, ab 2013 wieder an die Ertragskraft des vergangenen Jahres anzuknüpfen.
Die Gründe für den Ergebnisrückgang liegen an den Veränderungen des weltweiten Energiemarktes, auch ohne die Katastrophe in Japan waren sie erwartet worden. So rechnet Eon 2011 mit niedrigeren Erlösen aus dem Stromgrosshandel, Verlusten im Gasgeschäft und Zusatzbelastungen durch die Atomsteuer. In Anlehnung an diese Steuer sagte der Vorstandschef, Eon werde sich "mit allen Mitteln dafür einsetzen, dass es ohne positive Effekte aus einer Laufzeitverlängerung auch keine negativen Abschöpfungseffekte geben kann"./nmu/ksb

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