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WASHINGTON (awp international) - Erneut ist im Golf von Mexiko eine Erdölplattform explodiert und in Flammen aufgegangen. Nach Angaben der US-Küstenwache vom Donnerstag sind alle 13 dort beschäftigten Arbeiter in Sicherheit, einer von ihnen sei verletzt worden. Schiffe, Flugzeuge und Helikopter seien unterwegs zur Unglücksstelle. Im April war ebenfalls im Golf von Mexiko die Bohrinsel "Deepwater Horizon" explodiert und untergegangen.
Wie der Sender CNN berichtete, wurde auf der nun explodierten Plattform derzeit kein Öl gefördert. Dennoch war zunächst unklar, ob infolge des Unglücks Öl ins Meer geflossen ist. Die Küstenwache war nach eigenen Angaben auf den Fall einer neuen Ölpest vorbereitet: Die nötige Ausrüstung stehe bereit, hiess es in einer Mitteilung. Auch die Unglücksursache war zunächst unklar.
Der Unfall ereignete sich etwa 140 Kilometer von der Küste des US- Staates Louisiana und mehrere hundert Kilometer von der Stelle entfernt, an der am 20. April die vom britischen Ölriesen BP betriebene Plattform "Deepwater Horizon" explodiert war.
Danach waren bis zum 15. Juli schätzungsweise 660 000 Tonnen Öl ins Wasser geströmt, das Leck konnte schliesslich nach und nach abgedichtet werden. BP bereitet zurzeit die endgültige Versiegelung des Ölreservoirs etwa 4000 Meter tief im Meeresboden vor.
Nach CNN-Angaben gehört die am Donnerstag explodierte Plattform dem Unternehmen Mariner Energy, das vor allem im Golf von Mexiko tätig ist. BP sei an der Plattform in keiner Weise beteiligt, betonte ein Sprecher des Konzerns am Donnerstag in London.
Die Ölbranche ist eng verwoben: Mariner wird gerade in einem 2,7 Milliarden Dollar schweren Geschäft vom Rivalen Apache geschluckt. Der US-Förderer Apache wiederum hat auch BP mehrere Öl- und Gasfelder für 7 Milliarden Dollar abgekauft. Mit dem Geld bezahlt der britische Konzern die Schäden der Ölpest, die als bislang schwerste in der Geschichte der USA gilt.
Die Börsianer in New York zuckten nur im ersten Moment zusammen, als sich die Nachricht von der Explosion verbreitete. Die Anspannung löste sich aber schnell. BP hatte zwischenzeitlich mehr als die Hälfte seines Marktwerts eingebüsst - am Donnerstag lag die Aktie leicht im Plus, genauso wie die Papiere der Rivalen Chevron und Shell . Unter den grossen Ölkonzernen büsste nur Marktführer ExxonMobil minimal ein. Selbst der Betreiber der jetzt verunglückten Ölplattform, Mariner Energy, verlor nur 2 Prozent an Wert, kurz war der Kurs aber um knapp 16 Prozent abgesackt./ch/das/DP/tw

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