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FRANKFURT (awp international) - Stress bis zur letzten Minute: Die für diesen Freitag (23.7.) geplante Veröffentlichung der Daten zur Krisentauglichkeit europäischer Banken sorgte auch am Donnerstag noch für Unsicherheit in der Finanzwelt. Aus einzelnen Häusern wurde die Klage laut, die Zusammenarbeit zwischen der europäischen Aufsichtsbehörde CEBS, den nationalen Aufsichtsbehörden und den geprüften Banken laufe nicht rund. Lange bliebe auch am Donnerstag unklar, wie die nationalen Aufsichtsbehörden die Öffentlichkeit informieren wollen.
Zugleich hielten sich Spekulationen, dass ausser dem Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) auch eine der deutschen Landesbanken durchgefallen sein könnte. Als Wackelkandidaten wurden am Markt Nord/LB, Helaba und LBBW genannt. Kenner dieser Institute erwarten allerdings keine bösen Überraschungen. Aus Finanzkreisen in Hannover verlautete, im Fall der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) sei davon auszugehen, dass die Kapitalausstattung auch unter Stresstestbedingungen noch ausreichend sei.
Die EU-Kommission in Brüssel bestätigte unterdessen den Zeitplan für die Bekanntgabe der Resultate des europaweiten Tests, bei dem 91 Institute, darunter 14 deutsche, unter die Lupe genommen wurden. Die Ergebnisse würden wie geplant am Freitag nach dem europäischen Börsenschluss um 18.00 Uhr von der CEBS und den Instituten veröffentlicht, sagte ein Sprecher der Kommission.
Damit zerstreute die Kommission Gerüchte über einen früheren Zeitpunkt der Veröffentlichung, die nach Angaben aus diplomatischen Kreisen von der französischen Regierung gefordert wurde. Frankreich habe mit einem enger gesteckten Zeitplan vermeiden wollen, dass die amerikanischen Aktienmärkte die Ergebnisse interpretierten.
Die Gerüchte über einen früheren Termin hatten den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag beflügelt. Vor allem aus diesem Grund stieg der Leitindex Dax zeitweilig um 1,07 Prozent auf 6054,56 Punkte, später trieben positive Unternehmenszahlen aus anderen Branchen der Markt hoch.
Der aktuelle Test sollte in einem europaweit einheitlichen Verfahren prüfen, wie belastbar die Kapitalausstattung der Banken ist, wenn die Wirtschaft einbricht und sich die Situation am Markt für Staatsanleihen wieder derart zuspitzt wie zuletzt im Mai.
Nach Ansicht von Branchenkennern könnten auch im Landesbankenlager einige Institute in den Testszenarien so nah an die als kritische Marke gehandelte Mindestkapitalgrenze von sechs Prozent kommen, dass Investoren eine stärkere Kapitaldecke fordern würden. Betrachtet wird dabei das Kernkapital der Bank im Verhältnis zu ihren Risikoaktiva, insbesondere den ausgegebenen Krediten. Der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Andreas Schmitz, hatte in einem Gastbeitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch) allerdings klargestellt: Die Sechs-Prozent-Grenze sei "ein frei gegriffener Wert, der die derzeit gesetzlich erforderliche Untergrenze von vier Prozent immerhin um die Hälfte überschreitet" ./ben/mt/DP/fn

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