Navigation

Ferrostaal-Lösung für Zusammenarbeit von MAN und Scania nötig

Dieser Inhalt wurde am 28. Februar 2011 - 20:28 publiziert

GENF (awp international) - Die von VW vorangetriebene Zusammenarbeit zwischen den Lastwagenherstellern MAN und Scania hängt von einer Lösung im Streit um die Schmiergeldaffäre bei Ferrostaal ab. "Die wird nicht stattfinden, solange die Ferrostaal-Sache nicht entschieden ist", sagte VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch am Montagabend in Genf in Bezug auf das geplante Zusammenrücken der beiden Firmen. Volkswagen hält die Mehrheit der Stimmrechte an Scania und ist mit knapp 30 Prozent an MAN beteiligt.
Die frühere MAN-Tochter Ferrostaal wird seit dem vergangenen Jahr von Korruptionsermittlungen erschüttert. MAN hatte den Essener Industriedienstleister an die arabische IPIC verkauft - bisher aber nur zu 70 Prozent. Seit Bekanntwerden der Affäre gestalten sich die Verhandlungen für die Übernahme der übrigen 30 Prozent schwierig.
MAN hatte jüngst überraschend die Vorlage der Bilanz 2010 um drei Wochen verschoben. Aus Industriekreisen war zu hören, dass dies auch dem Streit um Ferrostaal und den möglichen finanziellen Folgen geschuldet ist. Ob eine Lösung in den kommenden Wochen erreicht werden kann, ist allerdings offen.
Im Ringen um eine Lkw-Allianz wird darüber spekuliert, dass der schwedische Lastwagenbauer Scania ein Übernahmeangebot für MAN vorlegen könnte./sbr/DP/ck

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen