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Fresenius zuversichtlich für 2010 - Bereinigten Überschuss gesteigert (AF)

Dieser Inhalt wurde am 04. Mai 2010 - 08:54 publiziert

BAD HOMBURG (awp international) - Der Medizinkonzern Fresenius hat nach einem Umsatz- und Gewinnanstieg im ersten Quartal seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Der um Sondereinflüsse in Zusammenhang mit der Übernahme des US-Generikaherstellers APP Pharmaceuticals bereinigte Konzerngewinn sei in den ersten drei Monaten um 8 Prozent auf 119 Millionen Euro gestiegen, teilte der Dax-Konzern am Dienstag in Bad Homburg mit. Diese Einflüsse mit eingerechnet fiel der Überschuss dagegen um 46 Prozent auf 88 Millionen Euro. "Alle unsere Geschäftsbereiche haben im ersten Quartal 2010 hervorragende Ergebnisse erzielt. Wir bestätigen unseren Ausblick daher mit grosser Zuversicht. Beim Konzernergebnis erwarten wir, den oberen Rand unserer Jahresprognose zu erreichen", wird Konzernchef Ulf Schneider in der Mitteilung zitiert.
2010 erwarte Fresenius weiterhin einen währungsbereinigten Anstieg des Umsatzes zwischen 7 bis 9 Prozent. Der Konzerngewinn soll vor Sondereinflüssen aus den Marktwertveränderungen der Pflichtumtauschanleihe und des Besserungsscheins aus der Übernahme von APP um 8 bis 10 Prozent zulegen. 2008 hatte Fresenius den US-amerikanischen Generikahersteller APP Pharmaceuticals zur Stärkung seiner Infusionssparte Fresenius Kabi übernommen.
UMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNIS STEIGEN
In den ersten drei Monaten erhöhte sich das operative Ergebnis (EBIT) auf 500 Millionen Euro (Vorjahr: 477) und traf damit die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten, die im Schnitt mit 502 Millionen gerechnet hatten. Beim Umsatz wies Fresenius einen Anstieg von 8 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro aus, wobei die Erlöse organisch um 9 Prozent zulegten, während Währungsumrechnungseffekte einen negativen Einfluss von 2 Prozent hatten.
APP verbuchte in den ersten drei Monaten einen Umsatzanstieg von 12 Prozent, wobei die vielbeachtete EBIT-Marge auf 25,6 Prozent zurückging. APP hatte 2009 wegen Verzögerungen bei Produktzulassungen und wegen des Eintritts des US-Wettbewerbers Hospira in den Markt für den Gerinnungshemmer Heparin seine Ziele nicht erreicht. Gleichwohl realisierte APP 2009 ein Umsatzplus von 14 Prozent auf 889 Millionen Dollar und eine EBIT-Marge von knapp 31 Prozent.
APP hatte 2009 dessen ungeachtet das bei der Akquisition geäusserte Ziel verfehlt, wonach schon 2009 trotz Finanzierungsaufwand das Konzernergebnis nicht belastet werde. Fresenius hatte daraufhin die Kabi-Prognose im Februar leicht gesenkt: 2010 wird für Kabi jetzt weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von 7 bis 9 Prozent in Aussicht gestellt. Die EBIT-Marge soll 2010 zwischen 18 und 19 Prozent liegen und mittelfristig 20 Prozent erreichen. In den ersten drei Monaten sank die Kennzahl für die Profitabilität auf 18,1 Prozent (Vorjahr: 19,1) was Fresenius auf Verzögerungen bei der Zulassung in den USA und den anhaltenden Preiswettbewerb auf dem weltgrössten Pharmamarkt zurückführte.
Auch für den drittgrössten Geschäftsbereich, die Krankenhaus-Sparte Helios, bestätigte Konzernchef Schneider die Ziele: Organisch werde 2010 weiterhin ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent angepeilt, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 220 bis 230 Millionen Euro steigen soll. Vor dem Hintergrund der schwierigen Finanzsituation vieler Kommunen rechnen die Bad Homburger mit einer neuen Privatisierungswelle öffentlicher Kliniken und dadurch weiteren Zukaufsmöglichkeiten für Helios.
Derzeit gehören zur Helios Kliniken-Gruppe 61 eigene Krankenhäuser. Wichtige Konkurrenten sind die im MDax gelistete Rhön-Klinikum AG , Asklepios und die zuletzt schnell wachsende Sana. Die Privaten erwirtschaften zusammen etwas mehr als ein Zehntel des gesamten deutschen Krankenhausumsatzes./ep/nmu/tw

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