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Zürich (awp) - Die Julius Bär Gruppe hat mit ihrem Ausweis für das erste Semester die Erwartungen deutlich übertroffen. Die Bank steigerte ihren Ertrag, die Bruttomarge und verzeichnete einen anhaltenden Neugeldzufluss. Das Management rechnet mit einer weiteren Margenverbesserung im zweiten Halbjahr sowie mit einer Neugeldentwicklung ähnlich dem ersten. Ausserdem wurden die bisherigen Mittelfrist-Ziele bestätigt. Der Markt honorierte das Ergebnis mit deutlichen Kursavancen.
NEUGELDZUFLUSS IM ZWEITEN HALBJAHR AUF NIVEAU DES ERSTEN ERWARTET
Er sei über die im ersten Halbjahr 2010 erzielten Resultate sehr erfreut, zumal sie unter schwierigen Marktkonditionen zu Stande gekommen seien, sagte CEO Boris Collardi am Mittwoch anlässlich der Medienkonferenz. Neben den anziehenden Margen und den stabil gebliebenen Kosten strich Collardi die Entwicklung der Neugelder als besonders erwähnenswert hervor.
Im ersten Semester verzeichnete das Institut einen Neugeldzufluss von 3,3 Mrd CHF. Dies entspricht einer Zuwachsrate von anualisiert 4,3%, was innerhalb der Zielbandbreite von 4% bis 6% liegt. Die Neugeldentwicklung wurde geprägt von soliden Zuflüssen aus den Wachstumsmärkten. Zum Semesterende verwaltete die Bank Vermögen in der Höhe von 166,1 Mrd CHF verglichen mit 153,6 Mrd CHF per Ende 2009. Die übernommene ING Bank Schweiz steuerte dazu 13,6 Mrd CHF bei. Der schwächere Euro schlug dagegen mit 4 Mrd CHF negativ zu Buche.
Angaben zur Entwicklung der Neugelder im Juli wollte Collardi nicht machen. Er bleibe aber zuversichtlich, dass sich der Neugeldzufluss in der zweiten Jahreshälfte auf vergleichbarem Niveau wie in der ersten fortsetzen werde. Collardi macht seit Juli anziehende Kundenaktivitäten bei höhermargigen Produkten aus. Offenbar seien es die bisher konservativ agierenden Kunden leid, auf ihren hohen Cash-Positionen eine "Null-Rendite" zu erzielen, ergänzte er.
VERBESSERUNG DER BRUTTOMARGE ERWARTET
Aufgrund dieser Entwicklung rechnet das Management mit einer weiteren Verbesserung der Bruttomarge. Im ersten Semester betrug diese 107 Basispunkte (Bp) und lag damit über den 103 Bp in der zweiten Jahreshälfte 2009, aber unter dem Vorjahreswert von 119 Bp.
Der Betriebsertrag stieg um 12,8% auf 916,4 Mio CHF, wozu das Dienstleistung- und Kommissionsgeschäft 492 Mio (+25,2%), das Zinsengeschäft 245 Mio (-12,6%) und das Handelsgeschäft 163 Mio CHF (+7,9%) beisteuerten.
Diesen Erträgen stand ein insbesondere als Folge der ING-Übernahme gestiegener Geschäftsaufwand von 593,9 Mio CHF gegenüber (+12,1%). Die Cost/Income Ratio blieb mit 63,4% nahezu stabil. Unter dem Strich resultierte ein adjustierter Konzerngewinn von 261,0 Mio CHF (+7,9%). Unter Einschluss von Integrations- und Restrukturierungskosten sowie Abschreibungen auf Immateriellen Vermögenswerten resultierte ein den Aktionären zurechenbarer Gewinn von 184,8 Mio CHF (-8,9%).
Mit einer Tier 1 Ratio von 22,8% (Ende 2009: 24,2%) sei die Bär-Gruppe weiter gut kapitalisiert, sagte CFO Dieter Enkelmann. "Die solide finanzielle Basis erlaubt es uns, unsere Wachstumsinitiativen weiter zu verfolgen oder gar zu beschleunigen", ergänzte CEO Collardi. Es bleibe das Ziel, die Gruppe mit ihren Dienstleistungen an der Spitze des globalen Wealth Management zu positionieren.
WEITERHIN WACHSTUM VIA AKQUISITIONEN GEPLANT
Die Bank möchte vie Akquisitionen in der Schweiz, in Europa und insbesondere in den Wachstumsmärkten wachsen. Derzeit sei aber nichts Konkretes auf dem Tisch, so Collardi weiter.
Der Semesterausweise stiess bei Analysten auf positive Resonanz. Sowohl Betriebsertrag als auch Neugeldzufluss und Bruttomarge fielen besser aus als prognostiziert. Auch die gute Kapitalausstattung fand das Lob der Experten. Im Nachgang der Ergebnispublikationen könnte es entsprechend zu moderaten Anpassungen der Gewinnschätzungen kommen.
Die Valoren von Julius Bär reagierten mit deutlichen Gewinnen und notierten gegen 13.15 Uhr 4,6% höher bei 33,49 CHF. Der Gesamtmarkt (SMI) legte derweil 0,5% zu.
sig/uh

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