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Katastrophen belasten Allianz - operativer Gewinn steigt

Dieser Inhalt wurde am 05. Mai 2010 - 13:34 publiziert

MÜNCHEN (awp international) - Europas grösster Versicherungskonzern Allianz hat bei hohen Belastungen aus Naturkatastrophen seinen operativen Gewinn im ersten Quartal wie erwartet deutlich gesteigert. Nach vorläufigen Zahlen kletterte er von 1,4 Milliarden im Vorjahreszeitraum auf rund 1,7 Milliarden Euro, wie die Allianz am Mittwoch zur Hauptversammlung in München mitteilte. Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Analysten hatten im Schnitt mit etwa diesem Wert gerechnet. Der Umsatz wuchs den Angaben zufolge deutlich stärker als erwartet von 27,7 Milliarden auf mehr als 30 Milliarden Euro.
Die Allianz-Aktie setzte sich nach den Nachrichten an die Dax-Spitze. Zuletzt notierte sie mit 1,18 Prozent im Plus bei 85,47 Euro.
KATASTROPHEN BELASTEN
Besser schnitt der Konzern in der Lebens- und Krankenversicherung sowie in der Vermögensverwaltung ab. Dagegen trafen Naturkatastrophen wie die Winterstürme in Westeuropa und das Erdbeben in Chile die Allianz mit Schäden von mehr als 500 Millionen Euro. Das sei mehr als doppelt so viel wie in einem gewöhnlichen Quartal gewesen, sagte Konzernchef Michael Diekmann laut Redemanuskript. Das operative Ergebnis der Sachversicherung werde daher deutlich unter dem Vorjahresniveau bleiben.
Die Erwartungen für dieses Jahr bekräftigte Diekmann. "Obwohl man die Zahlen des ersten Quartals natürlich nicht auf das gesamte Jahr hochrechnen kann, sind wir aus heutiger Sicht auf dem Weg, das für das Geschäftsjahr 2010 angestrebte operative Ergebnis von 7,2 Milliarden Euro plus/minus 500 Millionen Euro im Konzern zu erreichen", sagte der Vorstandschef.
VORAUSSETZUNGEN
Voraussetzung dafür sei aber neben einem stabilen Zinsumfeld auch, dass es nicht zu weiteren Erschütterungen an den Kapitalmärkten komme und dass Grossschäden aus Naturkatastrophen im Jahresverlauf auf das normale Niveau zurückgehen. Die Allianz sei gut aufgestellt, Ergebnisschwankungen in einzelnen Geschäftsfeldern auszugleichen und Wachstumschancen zu nutzen, sagte Diekmann./csc/DP/stw

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