Die Schweiz will humanitäre Hilfe im Betrag von fünf bis sechs Millionen Franken für die Flüchtlinge aus Venezuela leisten, die in Kolumbien untergebracht sind. Das sicherte Bundespräsident Ueli Maurer dem Präsidenten Kolumbiens, Ivan Duque, zu.

Duque weilte am Donnerstag zu einem Arbeitsbesuch in Bern, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) mitteilte.

Die Delegationen der beiden Länder sprachen auch über die schwierige humanitäre Situation in Venezuela. 1,4 Millionen Menschen seien aus Venezuela geflüchtet und würden heute in Kolumbien leben. Mit Blick auf diese Krise leiste die Schweiz zusätzlich zum Programm, das intern Vertriebene in Kolumbien unterstützt, humanitäre Hilfe in der Grössenordnung von fünf bis sechs Millionen Franken.

Kolumbien ist ein Schwerpunktland der Schweiz in den Bereichen wirtschaftliche Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Friedensförderung. Am Donnerstag kam insbesondere auch der Friedensprozess in Kolumbien zur Sprache, wie das EFD weiter schreibt. Die Schweiz habe die Verhandlungen mit den Farc, die 2016 zu einem Friedensabkommen führten, eng begleitet und habe ihren Willen bekräftigt, Kolumbien bei der Umsetzung des Abkommens zu unterstützen.

Maurer und Duque hätten die engen bilateralen Beziehungen beider Länder gewürdigt, die sich durch einen regen wirtschaftlichen Austausch und regelmässige hochrangige Treffen auszeichneten. Ein stabiler rechtlicher Rahmen als Basis für noch intensivere Wirtschaftsbeziehungen sei vorhanden. Felder, die sich für eine weitere Vertiefung der Beziehungen anböten, seien neben Handel und Investitionen auch Bildung und Forschung, sagte Maurer laut der EFD-Mitteilung weiter.

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