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SASKATOON (awp international) - Der weltgrösste Düngemittel-Hersteller Potash Corporation of Saskatchewan hat ein Übernahmeangebot des Rohstoffkonzerns BHP Billiton über 38,6 Milliarden US-Dollar zurückgewiesen. Der vorgeschlagene Preis von 130 US-Dollar je Aktie spiegele nicht den Wert des Unternehmens wider, teilte der kanadische Konzern am Dienstag zur Begründung mit. Dies sei die einstimmige Einschätzung des Direktoriums. Das Gebot sei "unangemessen". Es liege nicht im Interesse der Potash-Aktionäre, in Verhandlungen mit BHP Billiton einzutreten.
"Im Düngemittelsektor waren Übernahmeversuche seitens der Bergbaukonzerne schon des öfteren zu sehen - die grossen Minen mit ihren erheblichen Finanzmitteln sehen diesen Sektor offenbar als attraktive Ergänzung an", sagte DZ Bank-Analyst Heinz Müller. Minenwerte würden mit einem Zukauf in diesem Feld der ebenfalls bergmännisch gewonnenen Düngemittel auf eine breitere Basis gestellt. K+S sei zwar etwas kleiner als Potash und weniger breit aufgestellt. K+S verfüge aber über sehr komplette Infrastruktur und das mache auch die Kasseler für eine Übernahme attraktiv. Die Aktien setzten sich mit einem Plus von 6,69 Prozent auf 44,32 Euro in einem festen Marktumfeld an die Dax-Spitze.
"Vor allem die Aussagen zur Bewertung bringen neue Fantasie in den Sektor", sagte ein Händler. Zudem könnte sich BHP nach einem neuen Ziel umsehen, wie beispielsweise nach K+S. Oder sie erhöhten das Angebot und brächten damit die Bewertung in dem Sektor noch weiter nach oben. Ein anderer Börsianer verwies darauf, dass die in den vergangenen Monaten immer wieder aufkommenden Spekulationen über ein Interesse von BHP an Potash bisher für relativ unwahrscheinlich gehalten worden waren. Jetzt habe die Fantasie neue Qualität.
Im Kalimarkt zeichnet sich derzeit eine globale Konzentrationswelle ab. Auch in Russland gibt es Medienberichte über bevorstehende Zusammenschlüsse. Im Krisenjahr 2009 war der Kali-Absatz nach dem vorangegangenen Agrar-Boom weltweit eingebrochen. Die Konkurrenzsituation für den Kasseler Düngemittelhersteller K+S könnte sich mit den jüngsten Fusionsplänen grundlegend ändern./jha/fn

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