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PARIS (awp international) - Frankreich denkt nach Medienberichten über den Bau eines neuartigen mittelgrossen Atomreaktors nach, der bereits mit Japan entwickelt wird. Der französische Areva-Konzern arbeite gemeinsam mit dem japanischen Mitsubishi CorporationKonzern an der Konzeption des sogenannten Atmea-Reaktors, berichtete die französische Zeitung "Le Figaro" (Freitag). Er gilt als abgespeckte Version des von Areva mit Siemens entwickelten Druckwasser-Reaktors EPR, der mit seinen 1650 Megawatt als leistungsstarkes Atomkraftwerk der dritten Generation zur Zeit in Finnland, China und Frankreich entsteht. Inwieweit die gemeinsamen Arbeiten vom aktuellen Atomchaos in Japan beeinflusst werden könnten, wird nicht berichtet.
Präsident Nicolas Sarkozy hat den Informationen zufolge auf der letzten Sitzung des atompolitischen Beratungsgremiums am 21. Februar darauf gedrängt, dass auch Frankreich selbst Machbarkeitsstudien für den Atmea-Bau erstellt. Frankreich gehört zu den Staaten mit der grössten Anzahl an Atomkraftwerken. Sarkozy hatte bereits erklärt, dass ein Ausstieg für Frankreich auch nach der Atomkatastrophe in Japan weiterhin nicht infrage komme. Die 58 französischen Atomreaktoren produzieren etwa 80 Prozent des gesamten Stromverbrauchs des Landes.
Die französische Atom-Wirtschaft ist in Japan stark verflochten und dort auch strategische Partnerschaften eingegangen. Auf das Inselreich entfallen mit 650 Millionen Euro rund 7 Prozent der gesamten Aktivitäten des Atomenergie-Konzerns Areva. So ist Areva etwa in Tokai (rund 100 Kilometer nördlich von Tokio) über eine 30-prozentige Beteiligung an einer Fabrik zur Herstellung von Atombrennstoff beteiligt. Umgekehrt ist nach "Figaro"-Angaben der japanische Stromkonzern Kansai an der neuen Urananreicherungsanlage Georges-Besse-II im Rhônetal beteiligt, die dieses Jahr ihre Produktion aufnehmen soll./rek/DP/fn

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