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HAMBURG (awp international) - Die TUI- Schifffahrtsbeteiligung Hapag-Lloyd erwägt einem Pressebericht zufolge dank besser laufender Geschäfte seine Schulden neu zu ordnen. Im Gespräch sei die Ausgabe einer Anleihe mit einem Volumen von mindestens 500 Millionen Euro, ausserdem könnte ein höherer Kreditrahmen bei Banken ausgehandelt werden, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD/Mittwochausgabe) unter Berufung auf Kreise. Der Aufsichtsrat der weltweit sechstgrössten Containerreederei werde sich bei seinem morgigen Treffen auch mit der möglichen Rückgabe der Staatsgarantie befassen.
Die Anleihe könnte abhängig von der Situation am Kapitalmarkt schon in den kommenden Wochen platziert werden, hiess es weiter. Grundsätzlich ist es für Unternehmen derzeit vergleichsweise günstig, sich am Markt zu refinanzieren. Ob Hapag-Lloyd sich hierfür von einer der Ratingagenturen bewerten lassen ? oder dem Beispiel von SAP und Adidas folgt und darauf verzichtet, sei offen.
Die Diskussion über die Finanzstruktur kommt nach der jüngsten positiven Geschäftsentwicklung. Noch vor gut einem Jahr musste die Reederei gegen die Insolvenz kämpfen. Nun will sich Hapag-Lloyd der Zeitung zufolge vor allem aus der engen Abhängigkeit von dem Grossaktionär TUI lösen. Allein bei dem Reisekonzern haben die Hamburger Schulden von 600 Millionen US-Dollar. Die Anleihe sei dem Vernehmen nach aber nur ein Baustein des neuen Finanzplans. Zusätzlich zu den Schulden bei TUI hat Hapag-Lloyd Verbindlichkeiten bei Banken in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar.
Die Rückgabe der Bürgschaft der Bundesregierung über Kredite von bis zu 1,2 Milliarden Euro sei hingegen als reine Formsache. Die alte Koalition habe diese zwar zugesagt. Laut "FTD" sei die Bürgschaft aber nie offiziell ausgegeben worden, da EU-Kommission Bedenken angemeldet hat. Hapag-Lloyd hatte die Absicherung aber ohnehin nicht in Anspruch nehmen müssen.
Die Reederei gehört zu 56,7 Prozent dem Albert-Ballin-Konsortium ? also der Stadt Hamburg, dem Unternehmer Klaus-Michael Kühne, der HSH Nordbank, der Privatbank M.M. Warburg sowie den Versicherungen Signal Iduna und Hansemerkur. 43,3 Prozent hält der frühere Mutterkonzern TUI./mne/ang/stb

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