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Qiagen mit verhaltenem Start und sinkendem Gewinn

FRANKFURT/HILDEN (awp international) - Das Biotechnologie-Unternehmen Qiagen hat wegen der Krise in Japan und den Ereignissen in Nordafrika ein schwaches erstes Quartal verbucht. Finanzvorstand Roland Sackers rechnet allerdings in der zweiten Jahreshälfte mit bedeutend höheren Wachstumsraten. ?Wir haben unseren Ausblick für 2011 bestätigt und gehen davon aus, dass unser Wachstum in der zweiten Hälfte stärker wird als im ersten Halbjahr?, sagte Sackers am Mittwoch im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die geplante Übernahme des australischen Diagnostik-Unternehmens Cellestis laufe nach Plan.
Das operative Ergebnis sei um 14 Prozent auf 38,4 Millionen Dollar gesunken, teilte Qiagen am Mittwoch nach Börsenschluss in den USA mit. Damit verfehlte das TecDax-Schwergewicht die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten, die im Schnitt mit 43 Millionen gerechnet hatten. Der Gewinn sank auf 28 Millionen (VJ: 33,0). Der Konzernumsatz habe mit 264,3 Millionen Dollar auf dem Niveau des Vorjahres stagniert und spiegele damit den erwartet verhaltenen Start ins laufende Geschäftsjahr wider. Die Ereignisse in Japan, Australien und Nordafrika hätten den Konzernumsatz um rund zwei Prozentpunkte geschmälert.
2012 SOLL UMSATZ WIEDER PROZENTUAL ZWEISTELLIG STEIGEN
Zudem litt der Konzern in den USA in den vergangenen Monaten unter einer Abnahme der Arztbesuche im Vergleich zum starken Vorjahresquartal. US-Patientinnen waren wegen der schwachen Konjunktur seltener zum Arzt gegangen, was Qiagen besonders beim HPV-Test zu spüren bekam. Allerdings zeichne sich eine Besserung ab. Vorsorgetests auf Gebärmutterhalskrebs (HPV) machen rund 20 Prozent des Unternehmensumsatzes auf dem wichtigen US-Markt aus. Insgesamt steuert die USA fast 50 Prozent zum Qiagen-Umsatz bei.
Konzernchef Peer Schatz sieht Qiagen weiterhin gut aufgestellt, um die Ziele für 2011 zu erreichen. Ob die Prognose für 2011 bei erfolgreicher Übernahme von Cellestis angepasst wird, wollte Finanzchef Sackers zu diesem Zeitpunkt noch nicht kommentieren. 2011 soll der bereinigte Gewinn je Aktie unter konstanten Wechselkursen um 7 bis 13 Prozent steigen. ?Wir rechnen beim Umsatz weiterhin mit einem Anstieg von 5 bis 7 Prozent und glauben, dass wir im vierten Quartal dann ein hohes einstelliges Plus sehen werden.? 2012 soll der Umsatz wieder prozentual zweistellig zulegen.
ZULASSUNG VON ROCHE-HPV-TEST ZUNÄCHST KEINE GROSSE GEFAHR
Die Zulassung eines Konkurrenzproduktes auf dem wichtigen US-Markt nimmt Sackers sehr ernst, sieht aber erstmal keine grosse Gefahr für die eigene Geschäftsentwicklung: ?Unser grösster Gegner bei Gebärmutterhalskrebs ist die Unkenntnis und kein Test eines Wettbewerbers.?Die Arzneimittelbehörde FDA hatte kürzlich einen HPV-Test des schweizerischen Pharma- und Diagnostikkonzerns Roche früher als erwartet zugelassen./ep/he

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