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Rohstoffhändler Glencore an Übernahme von Xstrata interessiert (Kreise)

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2010 - 08:15 publiziert

LONDON (awp international) - In der Rohstoffbranche bahnt sich Kreisen zufolge ein milliardenschwerer Zusammenschluss an. Der Rohstoffhändler Glencore erwägt ein Übernahmeangebot an die Aktionäre des Minenkonzern Xstrata, hiess es am Wochenende von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person. Der in der im Kanton Zug ansässige Rohstoffhändler sei an Xstrata interessiert und beide Unternehmen hätten bereits Investmentbanken beauftragt. Die Vorbereitungen befänden sich aber in einer frühen Phase. Glencore hält bereits rund 34,4% an Xstrata. Durch einen Zusammenschluss würde aktuellen Bewertungen zufolge ein Unternehmen im Wert von rund 55 Mrd GBP (rund 63 Mrd EUR) entstehen.
Die "Sunday Times" hatte zuvor berichtet, dass Glencore zuerst den Kauf Xstratas anstrebt und dann selbst an die Börse gehen will. Spekulationen über eine Fusion der beiden Unternehmen hatte es bereits im Dezember gegeben, als Glencore eine Wandelanleihe im Wert von 2,2 Mrd GBP platziert hatte. Dies wurde von Experten als erster Schritt in Richtung eines Börsengangs des derzeit Privatinvestoren und Mitarbeitern gehörenden Unternehmens mit einem Gewinn von 2,8 Mrd USD im vergangenen Jahr interpretiert. Glencore selbst hatte im März mitgeteilt, dass dieser Schritt einmal notwendig sein könnte, um die Investitionen in dem stark zyklischen Rohstoffgeschäft stemmen zu können.
Sowohl Glencore als auch Xstrata wollten sich zu den Spekulationen nicht äussern. Xstrata-Chef Mick Davis hatte allerdings bereits im Februar gesagt, dass er einen Zusammenschluss mit Glencore begrüssen würde. Zuvor hatte er vergeblich versucht, mit dem Konkurrenten Anglo American zu fusionieren. In der Rohstoffbranche hatte es vor der Wirtschaftskrise befeuert von ständig steigenden Preisen zahlreiche Fusionen gegeben. Dieser Trend wurde jedoch wegen der seit September 2008 grössten Krise der Weltwirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg unterbrochen.
So hatte zum Beispiel im Herbst 2008 der Rohstoffkonzern BHP Billiton sein 147 Mrd-USD-Dollar-Gebot für den Konkurrenten Rio Tinto zurückgezogen. Beide Unternehmen einigten sich jedoch auf eine weitreichende Zusammenarbeit bei der Förderung von Eisenerz in Australien./RX/zb/stb/tw

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