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RWE beendet das Kapitel American Water - Letzte Aktien verkauft (AF)

Dieser Inhalt wurde am 25. November 2009 - 09:30 publiziert

(2. und 4 Abschnitt neu)
ESSEN/NEW YORK (awp international) - Der Energiekonzern RWE hat einen Schlussstrich unter das teure Kapitel American Water gezogen. Die Essener sind ihre letzten 3,7 Millionen Aktien losgeworden, wie die Dax-Gesellschaft am Mittwoch mitteilte. Die Essener kassierten für die verbliebenen 2,1 Prozent an dem Wasserversorger rund 78 Millionen Dollar. "Das RWE-Engagement bei American Water ist beendet", kommentierte RWE-Chef Jürgen Grossmann in der Mitteilung. Nun könne sich der Konzern auf seine Investitionen im europäischen Energiegeschäft konzentrieren.
RWE hatte erst in der vergangenen Woche seine Beteiligung von zuletzt 23,5 Prozent zum Preis von 21,63 Dollar je Aktie heruntergefahren. Käufer heute wie damals war ein Bankenkonsortium. Dieses nutzte jetzt seine Option, die restlichen Aktien zum gleichen Preis zu übernehmen.
TEURER AUSFLUG
Der deutsche Konzern hatte American Water 2003 für gut 4,5 Milliarden Euro gekauft und zudem Schulden übernommen. Der damalige RWE-Chef Dietmar Kuhnt wollte RWE zum weltgrössten Wasserversorger machen. Diesen Plan gab Nachfolger Harry Roels in einem spektakulären Strategiewechsel auf. Seitdem konzentriert sich RWE auf das margenstarke Strom- und Gasgeschäft. Bereits seit 2006 ist der britische Wasserversorger Thames Water verkauft. 2008 begann die Trennung von American Water.
RWE-Chef Grossmann will den Konzern künftig auf Europa beschränken. Nach der Übernahme des niederländischen Versorgers Essent zum 1. Oktober sieht er vor allem in Ost- und Südosteuropa Wachstumschancen. Einzig die Erneuerbare-Energien-Tochter RWE Innogy blickt weiter auf die USA. Spartenchef Fritz Vahrenholt kündigte kürzlich an, ins dortige Biomasse-Geschäft einsteigen zu wollen./nl/das

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