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HERZOGENAURACH (awp international) - Die beiden Automobilzulieferer Schaeffler und Continental werden nicht vor dem Jahr 2011 zu einem Unternehmen verschmelzen. Derzeit stehe das operative Geschäft im Vordergrund, sagte Schaeffler-Geschäftsführer Jürgen M. Geissinger der "Automobilwoche" (Montag). Der Zusammenschluss werde weiter vorbereitet. Damit wolle man sich jedoch bis 2011 Zeit lassen.
Die Schaeffler-Gruppe strebt laut Geissinger eine Umwandlung von einer KG in eine Kapitalgesellschaft an. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um beide Unternehmen integrieren zu können. "Damit ist aber nichts darüber gesagt, wie später einmal die Beteiligungsstruktur aussehen wird", stellte Geissinger klar. Die Familie Schaeffler besitze das Unternehmen nach wie vor zu 100 Prozent. Schaeffler hatte den Continental-Konzern 2008 übernommen und sich dadurch hoch verschuldet. Beide Unternehmen leiden aufgrund der Flaute in der Automobilbranche unter der Wirtschaftskrise.
EXPERTEN: NEUER MILLIARDEN-VERLUST BEI CONTI
Der Continental-Konzern legt am Dienstag dieser Woche seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Von dpa-AFX befragte Analysten gehen von tiefroten Zahlen aus. Trotz eines besseren letzten Quartals im Vergleich zum Vorjahr erwarten die Experten im Gesamtjahr einen Nettoverlust von im Schnitt 1,64 Milliarden Euro. Dies wäre noch einmal eine halbe Milliarde mehr als im Jahr 2008.
Erst zu Beginn des Jahres hatten die Hannoveraner eine Kapitalerhöhung um eine Milliarde Euro angekündigt und die Verlängerung bestehender Kreditlinien vermeldet. Zusätzlich wird die Platzierung einer Anleihe über bis zu zwei Milliarden Euro im März erwartet./hosmen/jb/tw

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