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MÜNCHEN (awp international) - Deutschlands grösster Autovermieter Sixt hat die Wirtschaftskrise abgehakt und will auch in Europa die Nummer 1 werden. "In etwa fünf Jahren wollen wir Marktführer in Europa sein", sagte Firmengründer und Vorstandschef Erich Sixt am Donnerstag in München bei der Präsentation der Bilanz 2010. In Europa hat Sixt einen Marktanteil von 9 Prozent und liegt damit deutlich hinter Europcar, Avis und Hertz. "Wir sind zu deutschlastig", sagte Sixt. Bisher macht der Konzern rund 20 Prozent seiner Geschäfte im Ausland.
Nach den herben Einbrüchen im Krisenjahr 2009 hat Sixt dank der überraschend kräftigen Erholung der Wirtschaft, eines strikten Sparprogramms und der Ausweitung des Geschäfts seinen Gewinn 2010 auf 70,7 Millionen Euro beinahe versiebenfacht. Zuvor war der Gewinn auf 10,4 Millionen Euro zusammengeschmolzen. Auch in diesem Jahr erwartet Sixt weiteres Wachstum. "Der Trend geht klar in die richtige Richtung", sagte Sixt. "Die Konjunktur in Deutschland brummt." Das werde den Geschäftsreiseverkehr deutlich wachsen lassen.
Der Gewinn werde 2011 ebenfalls steigen, auch wenn Sixt keine konkrete Prognose machte. "Basis unseres Erfolgs war die konsequente Einhaltung des Grundsatzes, bei allen Geschäften dem Ertragswachstum Vorrang vor Umsatzsteigerungen zu geben", sagte Sixt. In der Folge sank der Umsatz des Konzerns im vergangenen Jahr um 4 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro. Sixt hatte sich seit Ende 2008 im Rahmen eines Sparprogramms von weniger gewinnbringenden Geschäften getrennt.
Ohne Übernahmen dürfte Sixt das Ziel, in Europa an die Spitze zu fahren, kaum erreichen. Übernahmen seien weiter ein Thema, auch wenn es derzeit keine Gespräche gebe. "Wir sind interessiert am Erwerb kleinerer Leasing- oder Vermietfirmen, vor allem ausserhalb Deutschlands", sagte Sixt. Die Beben- und Atomkatastrophe in Japan wird laut Sixt kaum Auswirkungen auf das eigene Geschäft haben.
Vom wirtschaftlichen Erfolg sollen auch die Aktionäre profitieren: Das Unternehmen schlägt eine kräftige Erhöhung der Dividende vor und will 1 Euro je Stammaktie ausschütten, fünfmal so viel wie 2009, dazu kommt ein Bonus von 40 Cent je Anteilsschein. Davon wird Erich Sixt auch selbst etwas haben: Der Firmenchef hält gut 58 Prozent der Stammaktien und dürfte damit gut 13,3 Millionen Euro bekommen.
Zudem will der Konzern neue Aktien im Verhältnis 1:1 ausgeben, umso millionenschwere Rücklagen in Grundkapital umzuwandeln, was die Zahl der Sixt-Aktien verdoppeln würde. Jeder Aktionär bekommt eine zusätzliche Aktie für jeden seiner Anteilsscheine. Mit dieser sogenannten Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln will der Konzern vor allem die Handelbarkeit der Aktie verbessern./sbr/DP/wiz1

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