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Bern (awp/sda) - Mittwoch, 22. September
FRANZ WIRD LUFTHANSA-BOSS: Mit einem neuen Führungsteam will die Lufthansa der Konkurrenz davonfliegen. Zum Jahreswechsel übernimmt der ehemalige Swiss-Chef Christoph Franz den Chefposten bei der grössten europäischen Fluggesellschaft. Dies teilte das Unternehmen nach einer Verwaltungsratssitzung mit. Sein Vorgänger, der Österreicher Wolfgang Mayrhuber, tritt nach sieben Jahren an der Spitze der Airline ab. Der 50-jährige Franz ist seit über einem Jahr der zweite Mann hinter Mayrhuber und galt als dessen designierter Nachfolger. Als Vize-Chef leitete er das kriselnde Passagiergeschäft, das ab dem Jahreswechsel vom bisherigen Chef der Frachttochter Cargo, Carsten Spohr, geführt wird.
HELVETIA WIRD GRÖSSER: Die Versicherungsgruppe Helvetia übernimmt von der Allianz Suisse die Schweizer Versicherungsgesellschaften Alba und Phenix. Der Kaufpreis beträgt 302 Mio. Franken. Die Helvetia vergrössere dadurch ihr Geschäftsvolumen in der Schadenversicherung um über 25 Prozent, teilte das Unternehmen mit. Das gesamte Geschäftsvolumen der Helvetia Schweiz wachse inklusive Lebengeschäft um rund 6 Prozent. Der Kaufpreis könne aus Eigenmitteln finanziert werden. Die Zustimmung der Aufsichtsbehörden vorausgesetzt, soll die Transaktion im Verlauf des vierten Quartals abgeschlossen werden. Helvetia-Chef Philipp Gmür spricht von einer idealen Ergänzung für den Konzern, der 2009 mit einem Geschäftsvolumen von 6,7 Mrd. Fr. einen Gewinn von 326,8 Mio. Fr. erzielt hatte. Wie Konzernsprecher Martin Nellen auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte, ist ein Stellenabbau wahrscheinlich.
ARBEITSMARKT ERHOLT SICH: Nach der Krise normalisiert sich die Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt zusehends. Die Kurzarbeit wird deutlich zurückgefahren, und die Beschäftigung nimmt zu. Gleichzeitig steigt die Produktion. Damit erhöht sich die Arbeitsproduktivität langsamer. Der von BAK Basel Economics im Auftrag der Nachrichtenagentur SDA berechnete Stundenproduktivitätsindex erreichte im zweiten Quartal 2010 einen Stand von 130,5 Punkten. Das entspricht einer Zunahme von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im ersten Quartal hatte das Wachstum 0,7 Prozent betragen. Im Vorjahresvergleich zeigt der SDA/BAK-Index für das zweite Quartal ein kräftiges Produktivitätswachstum von 2,5 Prozent. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Produktivität in der Vorjahresperiode um satte 2,8 Prozent eingebrochen war.
GENUG WOHNUNGEN: Trotz kräftiger Zuwanderung gibt es in der Schweiz nach Ansicht der Credit Suisse (CS) in den meisten Regionen im grossen und ganzen genug Wohnungen. Ein wachsendes Überangebot beobachtet die Grossbank aber bei den Verkaufs- und Büroflächen. Die Zahl leerstehender Wohnungen werde sich kaum verändern, schätzt die CS im Schweizer Immobilienmonitor die Lage ein. Die Bank betont aber die regionalen Unterschiede: So sei es besonders im Ballungsraum Zürich nach wie vor schwierig, eine Wohnung zu finden. Bei einem regen Bau neuer Bürogebäude bestehe nicht genug Nachfrage nach kommerziellen Flächen, verdeutlicht die CS in ihrem Immobilienmonitor weiter. Die Leerstandsziffern würden sich daher an den meisten Orten weiter nach oben bewegen.
MEHR KONKURSE: In der Schweiz sind in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres 3998 im Handelsregister eingetragene Firmen Konkurs gegangen. Das sind 25 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode, wie die Wirtschaftsauskunftei Dun&Bradstreet (D&B) mitteilte. 2887 der Firmenkonkurse sind auf Insolvenz zurückzuführen; das sind 13 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Hinzu kamen Konkursverfügungen inaktiver Firmen infolge einer Gesetzesänderung in verschiedenen Kantonen. Den grössten prozentualen Zuwachs an Konkursen durch Insolvenz gab es in Appenzell Innerrhoden, Neuenburg, Glarus und Uri. In den Kantonen Solothurn, Thurgau und Basel nahmen die Insolvenzen ab.
STREIT DER GIGANTEN: Die beiden Pharma-Schwergewichte Roche und GlaxoSmithKline streiten sich vor US-Gerichten um Patentrechte. Die britische GlaxoSmithKline wirft den Baslern vor, bei der Produktion und beim Verkauf des Krebsbehandlungsmittels Heceptin ihre Rechte verletzt zu haben. Dies hat Roche und ihrer US-Tochter Genentech eine Klage vor einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware eingebracht, wie eine Konzernsprecherin bestätigte. Umgekehrt habe Genentech gegen den britischen Konkurrenten ebenfalls wegen Patentrechtsverletzungen vor einem Gericht in Kalifornien Klage eingereicht. Details dazu gibt der Konzern nicht bekannt. Es handle sich bei den beiden Klagen um "ähnliche Probleme", sagte die Roche-Sprecherin.
SCHWACHER DOLLAR: Der Dollar ist erneut unter die Parität zum Franken gesunken. Im Morgenhandel erreichte die US-amerikanische Währung bei 0.9901 Franken den tiefsten Stand seit April 2008. Händler erklärten, der Dollar habe nach Äusserungen der US-Notenbank an Wert verloren. Am Vortag hatte die Fed erklärt, sie sei zu Massnahmen zum Ankurbeln der Wirtschaft bereit, falls es die Konjunktur erfordern sollte. Der Leitzins werde voraussichtlich noch für geraume Zeit ausserordentlich niedrig bleiben müssen. "Es scheint, dass der Druck auf der US-Valuta anhalten wird", hiess es bei der Zürcher Kantonalbank.
UNICREDIT-CHEF ZURÜCKGETRETEN: Der unter massiven Druck geratene Vorstandschef der italienischen Grossbank UniCredit, Alessandro Profumo, ist von seinem Posten zurückgetreten. Aufsichtsratschef Dieter Rampl führt die Gruppe bis zur Ernennung eines neuen Vorstandschefs interimistisch. Wie die Bank mitteilte, ist Rampl das Mandat übertragen worden, in den nächsten Wochen nach einem Nachfolger für Profumo zu suchen und diesen vorzuschlagen. Der Spitzenbanker Profumo war wegen des umstrittenen verstärkten Engagements Libyens in der UniCredit kritisiert worden. Man warf ihm zudem einsame Entscheidungen vor.
STÄRKERE FINANZAUFSICHT: Die Finanzaufsicht in Europa soll schlagkräftiger werden. Das EU-Parlament stimmte in Strassburg der Reform der Aufsicht und damit mehreren neuen Gremien auf EU-Ebene zu. Mit der neuen Aufsicht werden erstmals bisher ausschliesslich nationale Befugnisse auf die europäische Ebene verlagert. Ab dem kommenden Jahr sollen drei europäische Aufsichtsbehörden neben den nationalen Ämtern Banken, Versicherungen und den Wertpapierhandel überwachen. In bestimmten Ausnahmefällen können sie beaufsichtigten Unternehmen direkt Anweisungen erteilen, um Krisen zu bekämpfen. Die EU will damit eine Schwäche beheben, die mit der Finanzkrise zu Tage getreten war.
NEUER WEG: Der Hapag-Lloyd-Verwaltungsrat hat den Weg für eine Neufinanzierung der Container-Reederei freigemacht. Das Aufsichtsgremium des Unternehmens, an dem der Touristikkonzern Tui noch mit gut 43 Prozent beteiligt ist, habe der Neuordnung der Finanzierung zugestimmt. Dies teilte die Tui AG in Hannover mit. Hapag-Llyod will jetzt eine Anleihe platzieren und bei den Banken eine Kreditlinie suchen. Als Voraussetzung werde die gewährte Staatsbürgschaft über 1,2 Mrd. Euro zurückgegeben, hiess es. Über diese Schritte war bereits längere Zeit spekuliert worden. Die nicht in Anspruch genommene Staatsbürgschaft nicht mehr benötigt, weil die Geschäfte nach der Wirtschaftskrise wieder besser laufen. Die Neuordnung der Finanzen gilt als Voraussetzung für den endgültigen Ausstieg der Tui aus der ehemaligen Tochter.
INSIDER-INFORMATIONEN: Eine frühere Sekretärin des US-Unterhaltungskonzerns Disney hat den Versuch gestanden, mit vertraulichen Informationen Geld zu verdienen. Die ehemalige Mitarbeiterin des Kommunikationschefs des Unternehmens bekannte sich am Dienstag vor einem New Yorker Bundesgericht des Betrugs schuldig. Dies teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die ehemalige Sekretärin arbeitete demnach mit ihrem Freund zusammen. Dieser habe versucht, vertrauliche Informationen wie etwa unveröffentlichte Quartalszahlen von Disney an Investoren zu verkaufen. Das Paar schickte den Angaben zufolge anonym Briefe an mehrere Hedgefonds und weitere Investmentfirmen und bot ihnen die vertraulichen Disney-Informationen zum Kauf an. Sie verlangten dafür entweder einen festen Betrag oder eine Beteiligung am Gewinn durch den Insiderhandel der Investoren.

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