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WASHINGTON (awp international) - Der Überlebenskampf der US-amerikanischen Post wird immer verzweifelter. Um flüssig zu bleiben, zahlt der staatseigene US Postal Service keine Beiträge mehr in eine Rentenkasse für Bundesbedienstete. Alleine in diesem Jahr liessen sich dadurch 800 Millionen Dollar (555 Mio Euro) einsparen, erklärte der Postal Service am Mittwoch in Washington.
Die US-Post leidet darunter, dass immer weniger Menschen Briefe schreiben und stattdessen E-Mails versenden. Gleichzeitig hat sie im Paketgeschäft starke Konkurrenz durch die privaten Konzerne FedEx oder UPS . Die Verluste werden immer grösser; allein im ersten Geschäftshalbjahr (bis Ende März) verlor das Unternehmen unterm Strich fast 2,6 Milliarden Dollar.
Der Postal Service warnte bereits eindringlich vor einer Insolvenz bis September, sollte der Staat als Eigentümer nicht eingreifen. Die Post verlangt Erleichterungen bei den galoppierenden Gesundheitskosten für Pensionäre und Zugriff auf zu viel gezahlte Rentenbeiträge. Um die Kosten weiter zu drücken, will die Post zudem samstags keine Briefe mehr austragen. Dafür braucht sie aber das staatliche Okay.
Parallel will die US-Post weiter sparen: Sie hat nach eigenen Angaben in den vergangenen vier Geschäftsjahren 12 Milliarden Dollar an Kosten gekappt und 110.000 Stellen gestrichen. Ende März beschäftigte der Postal Service noch annähernd 572.000 Menschen. Die Deutsche Post hatte es geschafft, den Rückgang bei den Briefen durch ein gut laufendes Paket- und Frachtgeschäft abzufedern.das/DP/stb

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