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NEW YORK (awp international) - Die beiden Versicherungskonzerne Metlife und Prudential sollen Veteranen-Familien in den USA im grossen Stil um ihr Geld gebracht haben. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo hat die Ermittlungen aufgenommen. Auch andere Versicherer könnten in sein Blickfeld rücken.
"Es ist schockierend und einfach ungerecht, dass sich diese multinationalen Lebensversicherungskonzerne Hunderte von Millionen an Profiten in die eigene Tasche gesteckt haben, die eigentlich denen gehören, die Familienmitglieder verloren und ohnehin unermesslich gelitten haben", sagte Cuomo am Donnerstag.
Sein konkreter Vorwurf: Statt den Angehörigen von Soldaten und Mitarbeitern von Bundesbehörden im Todesfall unaufgefordert die Versicherungssumme auszuzahlen, hätten die Unternehmen die Gelder einbehalten und auf einem Konto geparkt. Den Grossteil der angefallenen Zinsen hätten dann die Versicherer eingestrichen. Die Angehörigen hätten von diesen dicken Gewinnen nie etwas erfahren.
Nur auf Nachfrage bekamen die Angehörigen die komplette Versicherungssumme ausgehändigt. Eine der zu klärenden Fragen ist nun, ob die Versicherer die Begünstigten überhaupt darüber aufgeklärt haben, dass sie das Recht auf eine komplette Auszahlung hatten.
Cuomo rechnete vor, dass die Versicherer bis zu 4,8 Prozent Profit bei ihrer Methode herausgeschlagen hätten. Die Familien hätten aber nur 0,5 Prozent Zinsen ausgezahlt bekommen. Bei normalen Banken wäre gut das Doppelte drin gewesen, verglich er. Zudem seien die Gelder bei den Versicherern anders als bei den Banken nicht einmal vor Verlust sicher gewesen, wenn die Unternehmen pleite gegangen wären.
Cuomos Verdacht ist, dass andere Versicherungskonzerne ähnlich vorgegangen sind. Er kündigte deshalb eine branchenweite Untersuchung an. Die beiden namentlich genannten Versicherer verteidigten ihr Vorgehen als vorteilhaft für die Kunden. Prudential versichert Militärangehörige in den USA, Metlife die Mitarbeiter von Bundesbehörden.
Der New Yorker Generalstaatsanwalt startete seine Ermittlungen, nachdem die US-Behörde für Veteranenangelegenheiten den Fall aufgegriffen und der Wirtschaftsdienst Bloomberg ihn öffentlich gemacht hatte. Verteidigungsminister Robert Gates kündigte seine Unterstützung in der Sache an./das/DP/tw

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