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Vossloh hofft im Schlepptau der Bahn auf Grossauftrag aus Katar

Dieser Inhalt wurde am 23. November 2009 - 13:40 publiziert

WERDOHL (awp international) - Der Verkehrstechnik-Konzern Vossloh könnte Nutzniesser des milliardenschweren Auftrags für die Deutsche Bahn aus Katar werden. "Das Volumen kann umfangreich sein und sicherlich auch im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen", sagte ein Vossloh-Sprecher am Montag auf Anfrage. Er verwies allerdings darauf, dass sich solche Aufträge gewöhnlich über mehrere Jahre verteilten. Zudem gebe es einen hohen Wettbewerbsdruck.
Die Börsianer blendeten die Unwägbarkeiten aus: Die Aktie stieg bis zum Mittag um 6 Prozent. Analyst Holger Schmidt von Equinet sieht Vossloh gut positioniert, um als Zulieferer von diesem Projekt zu profitieren. Zudem ergäben sich daraus weitere Möglichkeiten für andere Megaprojekte in den kommenden Jahren.
STAMMLIEFERANT DER BAHN
Die Deutsche Bahn beteiligt sich am Aufbau eines milliardenteuren Schienensystems im Emirat Katar und fasst damit erstmals Fuss im aufstrebenden Markt am Persischen Golf. In die Projekte, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen, investiert Katar rund 17 Milliarden Euro. Nach den Worten von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) eröffnen sich dadurch auch deutschen Bau- und Technikunternehmen Geschäftsmöglichkeiten.
Vossloh gehört zu den Haus- und Hoflieferanten der Deutschen Bahn, vor allem bei Schienenbefestigungen und Weichen. Das Unternehmen aus dem sauerländischen Werdohl hofft jedoch darauf, in Katar auch Diesellokomotiven für Bau und Wartung der Strecken verkaufen zu können. Zu einem späteren Zeitpunkt will Vossloh zudem versuchen, die Scheichs von seiner Nahverkehrstechnik zu überzeugen. Sollte das gelingen, rechnet Kepler-Analyst Jörg-Andre Finke mit einem Auftragsvolumen im dreistelligen Millionenbereich.
VOR ORT PRÄSENT
"Vossloh unterhält seit längerem enge Kontakte mit DB International in Katar", sagte der Vossloh-Sprecher. Es gebe seit mehr als einem Jahr eine eigene Repräsentanz für den Mittleren Osten, der Aufbau von Werkstätten vor Ort sei geprüft worden.
Momentan ist der wichtigste Auslandsmarkt für die Sauerländer China. Hier hatte das Unternehmen zwei Aufträge im dreistelligen Millionenbereich ergattern können. Weil Vossloh ein weiterer Auftrag durch die Lappen ging, deutete das Unternehmen jüngst aber an, seine Wachstumsprognose für das kommende Jahr kassieren zu müssen. Details will der Vorstand am 3. Dezember bekannt geben./das/nl/tw

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