Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Schweiz-Kalifornien: Beides sind direkte Demokratien. Hier hat das Volk soeben ein Gesetz für mehr Klimaschutz abgeschossen, drüben sitzt die Best Practice. Umweltministerin Simonetta Sommaruga hat sie sich zeigen lassen – digital.
Herzliche Grüsse
Die Schweizer Umweltministerin trifft die Umweltbehörden von Kalifornien, und macht einen Rundgang durch einen Nationalpark – von ihrem Bürostuhl im Bundeshaus aus.
Virtuelles Arbeitstreffen statt kurz mal rüber in die Staaten fliegen: Simonetta Sommaruga ist es ernst mit dem Klimaschutz.
Meine Kollegin Sibilla Bondolfi hat die Bundesrätin über die Erfahrungen mit ihrer Premiere als gewissermassen digitale Amtsträgerin interviewt. Und Sommaruga äusserte sich begeistert. Keine Spur also von Zoom-Koller oder ähnlichen Symptomen angesichts der Digital-Konferenzen.
Aber es ging natürlich in erster Linie um Umweltpolitik und Klimaschutz. Hier sind die Kalifornierinnen und Kalifornier seit Jahrzehnten Pioniere. Und: Der US-Bundesstaat ist auch eine direkte Demokratie. Hat sich Sommaruga gar Rat holen können, wie man…
- «Von Kalifornien können wir lernen, wie man die Bevölkerung fürs Klima gewinnt» – unser Sommaruga-Interview.
- Volk lehnt CO2-Gesetz mit 51,6 % ab – unser Bericht zur Überraschung der Abstimmung vom 13. Juni.
- Fünfte Schweiz stimmte klar für CO2-Gesetz und Pestizidverbote – unsere Datenjournalistin Pauline Turuban hat die Zahlen aus den Kantonen ausgewertet, welche die Stimmen der Fünften Schweiz separat ausweisen.
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Wenn Indigene aus der russischen Tundra fast 5000 Kilometer in die Schweiz reisen, haben sie wohl eine klare Mission.
Drei russische Aktivisten trafen hier unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse. Diese zählen zu den grössten Investoren des russischen Rohstoffkonzerns Nornickel, der im Mai 2020 in Nordrussland einen riesigen Umweltskandal verursachte. Der Grund war ausgelaufenes Dieselöl.
Der dringende Appell der Gäste: Die einflussreichen Schweizer Investoren sollen Nornickel dazu drängen, beim Abbau von natürlichen Ressourcen die Umwelt zu schonen und die dort lebenden indigenen Gemeinschaften einzubeziehen.
Ob die Antworten der Schweizer Bankenvertreter befriedigend ausgefallen waren, können Sie bei der Lektüre selber beurteilen.
- Appell aus Russlands Arktis an Schweizer Banken
- Serien-Umweltsünder Nornickel versucht verzweifelt, sich grün zu waschenExterner Link – Position der NGO Public Eye zu den Praktiken von Nornickel.
- Mit Feuereifer am HotspotExterner Link – Aktueller Beitrag der Südddeutschen Zeitung zu den Folgen des Klimawandels für die Arktis.
Der Aufschwung ist da, vermelden die Konjunkturforschenden der kof.eth. Doch es gibt auch Zahlen, die beunruhigen.
Schnelle und unbürokratische Staatshilfen in Form von Härtefallkrediten und Kurzarbeits-Entschädigungen haben bisher das Schlimmste verhindert.
Doch jetzt, wo sich aufgrund der Impfoffensive und der Öffnungen auch die Lage für die Wirtschaft entspannt, sind die Zahlen der Firmenkonkurse in der Schweiz hochgeschnellt, wie kof.eth meldet.
Betroffen sind insbesondere jene Branchen, die besonders stark unter den Corona-Massnahmen litten wie Geschäftstourismus, Gastronomie und die Eventbranche.
- Massiver Anstieg der Firmenpleiten im MaiExterner Link – Bericht des Blick.
- Schweizer Wirtschaft erholt sich stärker als erwartetExterner Link – Prognose der kof.eth für den Sommer 2021.
- Bund intensiviert Missbrauchsbekämpfung bei Kurzarbeit – Meldung von unserem Agentur-Ticker.
- Nutzniesser der Pandemie: Corona-Betrüger wird verurteiltExterner Link – SRF-Bericht zum Prozess gegen einen Covid-Kredit-Betrüger.
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Chur, Hauptstadt des Bergkantons Graubünden, ist im Banne sommerlicher Urbanität. Genauer: des Streetart-Festivals.
Mehr als 50 Künstlerinnen und Künstler sprayten und malten an der zweiten Auflage an neun Standorten im öffentlichen Raum – Open Air und ganz legal.
Einzige Vorgaben für die Werke: kein Rassismus, keine Gewaltverherrlichung, kein Sexismus. Und politisch und religiös neutral sollten sie sein.
Das Festival ist ein künstlerisches Eigengewächs, stammt die Initiative doch von «Bane», einem gebürtigen Churer mit bürgerlichem Namen Fabian Florin.
Sein «Plessurfischer«, der seine Rute entspannt in den nahen Fluss gleichen Namens hält, ist zehn Mal zehn Meter gross. Die nächste Ausgabe des Events soll in zwei Jahren erfolgen.
- Diese Kunstwerke entstehen derzeit in ChurExterner Link – Beitrag vom Schweizer Fernsehen SRF.
- Banksys neues Streetart-Werk zerstört – Meldung von 2020 zum Schicksal eines Werks des wohl bekanntesten Streetart-Künstlers der Gegenwart.
- Unautorisierte Banksy-Ausstellung in Basel wegen Erfolgs verlängert – und gleich noch ein Beitrag zum Briten, dessen wahre Identität bis heute im Dunkeln liegt.
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