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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Bleibt der Spargel im Boden? Geht es Abzockern an den Kragen? Gibt es Rettung für unsere Frisuren? 

Herzliche Grüsse aus Coronaland und halten Sie Abstand - nur nicht zu uns!

Keystone / Christian Beutler

Tief in der Scholle wächst und wächst der Spargel. Muss er jetzt für ewig dort unten bleiben?

Normalerweise wird er den Produzenten buchstäblich aus den Händen gerissen: Der Spargel. Alle, alle wollen ihn zu dieser Jahreszeit auf dem Teller, auch Spitzenköche.

Die Erntezeit naht in Riesenschritten. Nur: Den Bauern fehlen die fleissigen Erntehelferinnen und -helfer aus dem Ausland. Sie, die sonst bei Wind und Wetter und zu äusserst bescheidenen Löhnen mit ihren Händen buchstäblich in der Erde wühlen, schaffen es kaum mehr in die Schweiz.

Viele Produzenten sind am Verzweifeln. Falls kein Wunder eintritt, bleibt der Spargel im Boden und schafft es nicht in unserer Bäuche. Dünger statt Delikatesse, auch das schafft Corona.

Aber es gibt Hoffnung: Es melden sich jetzt Arbeitslose aus dem Inland und weitere Freiwillige zur Ernte – eine gute Nachricht in Zeiten der schweren Krise.

Post Register No Sales No Mags

Sie gehören zur Krise wie die Fliegen zum Mist: Die Abzocker. Sie machen Kasse – mit der Angst der Menschen.

Sie verticken Hygienemasken und Desinfektionsgels, und das zu Preisen, die jenseits von gut und böse sind. 10 Franken für eine einzige Gesichtsmaske – einem Stück gefaltetem Papier mit Bändel, das normal keine 50 Rappen kostet.

Oder drei Deziliter Desinfektionsmittel – für schlappe 70 Franken. Geht’s noch, fragen sich angesichts solcher Schamlosigkeiten viele. Oft ist nicht nur der Preis jenseits, sondern auch die Qualität.

Preisüberwacher her, walte deines Amtes, möchte man rufen! Doch diesem sind die Hände gebunden, liegen doch die jetzt gefragten Artikel ausserhalb seines gesetzlich definierten Einflussbereichs.

Wer sich ärgert, kann trotzdem etwas tun und Sünder bei einer eigens gegründeten StelleExterner Link melden.

sda-ats

«Bleiben Sie zuhause», ordnet der Bundesrat an. Was aber, wenn Teenager ihre Eltern kaum mehr aushalten?

Keine Schule mehr, keine Ausbildung mehr im Lehrbetrieb, sondern Isolation in den eigenen vier Wänden: Die Coronakrise stellt die Jungen vielleicht noch mehr auf die Probe als andere.

Die freie Zeit zuhauf wird nun für viele zur Heraus- oder gar zur Überforderung. Denn die Zeit mit den Eltern – viele von ihnen sind im Homeoffice – führt laut dem Jugendpsychologen Allan Guggenbühl zu vermehrten Reibereien, Konflikten und Eskalationen.

Auf einmal wird klar, dass Schule nicht nur lästig ist, sondern auch wichtig für die emotionale Stabilität des Nachwuchses. Der Experte rät zu Profanem: dem Geschichtenerzählen. Jene der Eltern, Grosseltern. Oder aber von anderen Kindern. Plus die Einbindung via Jobs: Einkaufen, Nachbarschaftshilfe, Kochen etc..

sda-ats

Die Coronakrise ist allgegenwärtig. Die Klimakrise ist in den Hintergrund gedrückt. Dabei gibt es Parallelen.

Die Menschen helfen einander. Wer nicht zum Einkauf kann oder nicht darf – wie die Älteren im Kanton Tessin – dem bringen Nachbarn oder auch Wildfremde das Benötigte an die Haustür.

Angesichts des öffentlichen Lockdowns und der Isolation werden jetzt Stimmen laut, die sagen: Seht her, drastisches Krisenmanagement ist möglich, also wieso nicht auch im Klimanotstand?!

Doch so einfach ist es nicht mit der Übertragung. Die Klimaerhitzung verlaufe zwar beängstigend schnell, im Vergleich zur Pandemie aber nur in Zeitlupe, heisst es in einem Bericht der linken Wochenzeitung. Doch gegen die Klimaerhitzung helfe kein Lockdown, sondern nur strukturelle und dauerhafte Änderungen. Weg von Überflussgesellschaft und extremer Ungleichheit hin zu nachhaltigen, oft lokalen Produktionen. Und mehr Pflege der realen Beziehungen.

Privat/Blick

Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit. Eines der ersten Opfer der Coronakrise ist die Frisur.

Social Distancing und Haare schneiden – verträgt sich nicht. Darum meinen viele, sie hätten jetzt ein Problem: ihre Frisur.

Klar, in der Krise gilt es auch, die täglichen Routinen beizubehalten. Sie verleihen Ruhe und Stabilität. Wachsende Haare können da schnell mal Stress verursachen. Denn die Wiedereröffnung der Coiffeursalons landauf landab steht noch in den Sternen.

Also die Dinge resp. die Schere oder die Schermaschine selber in die Hand nehmen. Doch Achtung, böse Überraschung nicht ausgeschlossen! Doch bleiben Sie cool und stellen Sie das Resultat online. Und plötzlich freut sich die halte Welt an Ihnen. Dieses Kunststück vollbrachten Dorli und Hans-Heiri Haug, zwei Ü60er aus dem Kanton Zürich – ihr Video geht gerade viral.

Bundesräte betreten Mediencenter
Keystone / Peter Klaunzer

In diesen Tagen schauen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer gespannt auf die Schweiz, wie sie mit der Corona-Krise umgeht. Zahlreiche Kommentare haben SWI swissinfo.ch auf verschiedenen Kanälen erreicht. 

Meine Kollegin Emilie Ridard hat die Stimmen aus der ganzen Welt in einem Artikel zusammengefasst. Das Fazit: Schweizerinnen und Schweizer im Ausland zeigen sich kritisch gegenüber dem Bundesrat.

Viele Wortmeldungen aus der Community sind nicht zufrieden mit dem Vorgehen der Schweiz und streichen den Umgang der Krise ihrer neuen Heimatländer heraus. 

«Bleiben Sie, wo immer Sie sind, es ist sicherer als in der ins Schleudern gekommenen Schweiz», erreicht uns ein Kommentar aus Griechenland. Und aus Kanada schreibt uns Anne Auger: «Welcher vernünftige Mensch, der in einem anderen Land lebt, macht sich jetzt auf, um in die Schweiz zu reisen?»

  • Den ganzen Artikel finden Sie hier

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