Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Sehr teuer, meist sehr gut: Die Schweiz verfügt über ein qualitativ hochstehendes Gesundheitssystem. Trotzdem fehlen aktuell so viele Medikamente wie noch nie.
Beste Grüsse aus Bern
Nach der Pandemie werden viele Menschen krank. Und die Medikamentenschränke haben grosse Lücken.
Nein, die Maske hat sich im Schweizer Alltag nicht etabliert – trotz zwei Jahren Kampf gegen das Coronavirus.
Dabei wäre Maske-Tragen gerade nicht verkehrt. Denn erstens ist das Virus immer noch da, und zweitens ist wieder «normale» Grippezeit. Sprich, viele sind am Kränkeln.
Dazu kommen die diversen Krisen: Lockdowns in China, Krieg in der Ukraine, Unterbrüche in den globalen Lieferketten.
Die Folgen sind grosse Löcher in der Versorgung mit Medikamenten gegen Schmerzen, Kinderkrankheiten, hohen Blutdruck, aber auch gegen Depressionen oder Parkinson.
- In der Schweiz fehlen viele MedikamenteExterner Link – Bericht von SRF News.
- Aktuelle Liste Versorgungsengpässe ArzneimittelExterner Link – Liste des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung.
- Schweizer Apotheken gehen erste Medikamente ausExterner Link – 20minuten berichtete im September.
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Es ist eine Schande, dass es ihn braucht: den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.
Alle zwei Wochen stirbt in der Schweiz eine Frau, weil sie eine Frau ist. Das ist verharmlosend. Denn diese Frauen werden umgebracht. Der grösste Teil der Femizide wird von ihren Partnern verübt oder Ex-Partnern oder Bekannten.
Die Gewalt an Frauen in der Schweiz zählt rund 20’000 Fälle pro Jahr – mit hoher Dunkelziffer.
Was besonders traurig macht: Die Täter lassen sich von allen Gesetzen und Strafen, Kampagnen und Medienberichten nicht abhalten.
- Orange Schuhe als Zeichen gegen GewaltExterner Link – Bericht in der Berner Zeitung (Paywall).
- Workshops, Selbstverteidigung, Kunst: 16 Tage gegen Gewalt an FrauenExterner Link
- Warum die Erfassung von Femiziden eine globale Herausforderung darstellt – Bericht meiner Kollegin Pauline Turuban von letztem März.
Gewusst? Im Schweizer Aussendepartement gibt es eine Stelle für Wohlstand und Nachhaltigkeit.
Alexandra Baumann heisst die Leiterin dieser Abteilung. Ihr Job, das sei gleich verraten, ist alles andere als einfach.
Sie muss versuchen, die Interessen der diversesten Akteur:innen, die in der Aussen- wie in der Innenpolitik am Drücker sind, möglichst unter einen Hut zu bringen.
Denn wie sang so treffend der Schweizer Mundartliedermacher Mani Matter, der gestern vor exakt 50 Jahren viel zu früh gestorben ist – hier die deutsche Übersetzung: «Denjenigen, welchen es gut geht, ginge es besser, ginge es denjenigen besser, welchen es weniger gut geht. Was aber nicht geht, ohne dass es denjenigen weniger gut ginge, welchen es gut geht.»
Es geht also nicht um Wohlstand allein, sondern auch um sozialen Zusammenhalt, Solidarität und Verteilgerechtigkeit.
- Diese Frau sorgt für Wohlstand in der Schweiz –das Interview meiner Kolleginnen Sibilla Bondolfi und Julie Hunt.
- Schweizer Aussenpolitik: Das Ende der Privilegien – Beitrag ebenfalls von Sibilla, unserer Spezialistin für Aussenpolitik.
- «Wir müssen die Schweiz vor dem sozialen ‚Meltdown‘ bewahren» – mein Bericht über die Gefahr zu grosser sozialer Ungleichheit für die Demokratie.
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Achtung, die Schnäppchenjäger:innen sind los!
Black Friday – heute ist der inoffizielle Tag des grenzenlosen Konsumrausches!
Natürlich übertreibe ich. Denn ich kaufte mir heute nur das Mittagessen sowie Muskat, das in meiner Küche ausgegangen ist.
Aber viele Menschen stürzen sich in die Rabattschlacht und decken sich mit Waren ein, die 30%, 40% oder noch mehr Prozente weniger kosten als sonst.
Nur lohnt sich das tatsächlich? Kauft man Sachen billiger, die man eh benötigt, dann gut. Aber es gibt nicht zu unterdrückende Zweifel, ob alle alles benötigen, was sie heute günstig kaufen.
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