Wirtschaft wünscht ausgedehnte Personenfreizügigkeit
Über alle Branchen und Landesteile hinweg werten die Wirtschaftsverbände den bilateralen Weg mit der EU als Erfolg. Die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit soll fortgesetzt werden.
Die Umfrage bei den Mitgliedern von economiesuisse, Schweizerischem Arbeitgeberverband und Schweizerischem Gewerbeverband ergab, dass die Wirtschaft geschlossen hinter dem bilateralen Weg Schweiz – EU steht, sagte economiesuisse-Direktor Pascal Gentinetta am Mittwoch in Zürich.
Auch die geltenden flankierenden Massnahmen gegen Lohn- und Sozialdumping hätten sich bewährt.
Nur 10% der Befragten gaben an, die Bilateralen hätten für sie eine schwache oder gar keine Bedeutung.
Für 55% ist die Weiterführung des Freizügigkeitsabkommens mit der EU «sehr wichtig», weitere 28% erachten dies als «wichtig bis sehr wichtig».
Hintergrund: Referendum der SVP
Hintergrund der Befragung sind bevorstehende politische Entscheide zur Fortführung der 2002 in Kraft getretenen Bilateralen Abkommen.
Das Parlament befindet in der Sommersession über die Fortführung des Freizügigkeitsabkommens mit der EU über 2009 hinaus.
Ferner steht der Entscheid über die Ausdehnung der Bilateralen auf Rumänien und Bulgarien an, die 97% der Verbandsmitglieder befürworten. Dagegen will die Schweizerische Volkspartei (SVP) das Referendum ergreifen.
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